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Emmerich
Realschule: Düsseldorf sieht es skeptisch

Emmerich. Bezirksregierung: Erhalt der Hanse-Realschule kann es nicht geben. Rat müsste Beschluss fassen.

Die von den Eltern angestoßene Debatte um die Hanse-Realschule stellt die Stadtverwaltung vor eine schwierige Situation. Das ergibt sich aus der Antwort der Düsseldorfer Bezirksregierung nach einer entsprechenden Anfrage der RP. Die Bezirksregierung ist die vorgesetzte Schulbehörde der Stadt Emmerich.

Bekanntlich hat die Elternpflegschaft der Realschule den Antrag an den Rat gestellt, dass die Realschule in kleinerer Form bestehen bleiben solle. Der Schulausschuss wird sich damit befassen.

Doch ist der Wunsch der Eltern tatsächlich umsetzbar? Die Bezirksregierung dazu: "Die Stadt Emmerich müsste einen Ratsbeschluss über eine Neugründung einer Realschule fassen. Im Anschluss kann erst ein Antrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht werden. Dafür müsste unter anderem eine Prognose über ein entsprechendes Schülerpotenzial nachgewiesen werden. Bei einer Neugründung einer Realschule sieht § 82 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 4 Schulgesetz NW im Errichtungsjahr und für die vier Folgejahre eine Mindestgröße von 2 Zügen á 28 Schülerinnen und Schüler vor (56 Kinder pro Jahrgang)." Und weiter: "Derzeit genügen die Schulplätze in Emmerich, um die Schülerschaft zu versorgen." Gerade dieser Satz lässt darauf schließen, dass die Bereitschaft in der Behörde wohl nicht allzu groß ist, eine neue Realschule in Emmerich zu genehmigen. Denn: "Eine im Auflösungsprozess befindliche Schule kann nicht wieder aufleben." Und genau das ist die Hanse-Realschule. Ein vergleichbarer Fall sei bei der Bezirksregierung nicht bekannt.

(hg)
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