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Emmerich
Reederei verdoppelt Ausflugs-Angebot

Emmerich: Reederei verdoppelt Ausflugs-Angebot
FOTO: privat
Emmerich. Bislang hat die Reederei Eureka den Steiger Emmerich eher als Parkplatz für ihre Passagierschiffe genutzt. Jetzt wird das Ausflugsprogramm fast verdoppelt.

Auf ihrem Kurs in Richtung Düsseldorf, Köln oder Bonn und rheinabwärts nach Deventer oder Kampen legten die "River Dream" und "Eureka I" in Emmerich meist nur an, weil der Steiger zwischen den Zielen nun mal auf halber Strecke liegt. Da diente Emmerich eher als Parkplatz. Das soll sich ändern. Die Reederei mit Sitz im niederländischen Deventer hat jetzt für 2016 ihr Ausflugs-Angebot von Emmerich aus verdoppelt.

Ihr Geld verdienen die Niederländer, wenn nicht in ihrem Heimatland, dann weit oberhalb von Emmerich. "Da sind wir gut im Geschäft, nicht nur bei Veranstaltungen wie Rhein in Flammen", bestätigt die für den hiesigen Markt zuständige Deutschland-Managerin bei Eureka, Marion Straub.

Jetzt versucht die niederländische Reederei, die vor etwa vier Jahren Emmerich ins Programm aufgenommen hatte, nachdem die "Rheinkönigin" der Reederei Hell endgültig vom Markt verschwunden war, hier Fuß zu fassen.

Vielleicht als eine Art Test für den Emmericher Markt bietet die Eureka mit ihren 450 Plätzen an Bord am Karnevalssonntag, 7. Februar, ab 13 Uhr bis Mitternacht, also nach dem Umzug, eine närrische Party auf der vor Anker liegenden "River Dream" an. "Der Eintritt ist frei, Voranmeldungen gibt's nicht", sagt die Eureka-Mitarbeiterin.

Neben der Karnevalsparty präsentiert das Unternehmen aber weitere Highlights. So legt die "River Dream" erstmals in diesem Jahr zu einer einwöchigen Hanse-Tour ab, und zwar vom 17. bis 22. April. "Da nehmen wir Kurs auf frühere Hansestädte auf deutscher wie niederländischer Seite, etwa Wesel, Neuss, aber auch Deventer", sagt Straub.

Die ersten Anmeldungen für die Reise lägen bereits vor. Von Emmerich aus kann man zudem am 19. Juli und 20. August zu einer Schifffahrt nach Amsterdam starten. "Wir legen um 8 Uhr ab und sind um 17 Uhr in Amsterdam", erklärt sie den Reiseverlauf.

Drei Stunden haben die Passagiere des behindertengerechten Schiffs, das auch über einen Aufzug verfügt, dann Zeit für die Stadt, bevor es mit dem Bus zurückgeht. Kosten für den Tagesausflug: 49 Euro inklusive Lunch-Büfett, sowie Kaffee und Kuchen. Kinder zahlen 27 Euro.

2015 sei jedenfalls mit Blick auf die Emmericher Kundschaft ein gutes Jahr gewesen, deshalb wolle man das Angebot ausbauen. So wird eines der beiden Schiffe beim Musik-Spektakel Emmerich Live am 16. April, wenn überall in der Stadt Bands auftreten, vor der Rheinpromenade liegen. "Natürlich mit einer Band an Bord", sagt die Eureka-Frau.

Es sieht also alles danach aus, dass die Reederei in Emmerich auf Expansions-Kurs geht. Was aber nicht heißt, dass von hier aus künftig gar eine regelmäßige Linien-Schifffahrt betrieben werden könnte. "Dafür sind unsere Schiffe einfach zu groß", erklärt Marion Straub. Nicht aber für zwei große Holland-Rundfahrten am 13. Juli und 17. August oder Flussreisen am 8. Mai, 25. Juni, 31. Juli, 14. August und 18. September rheinaufwärts nach Königswinter.

Einziger Haken: Mindestens 50 Personen müssen sich anmelden, damit das Passagier-Schiff von Emmerich aus mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern die Stunde den Rhein aufwärts fährt. Und am besten immer mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel.

(rey)
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