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Emmerich
Roboter-Falke soll Flugzeuge schützen

Emmerich. Am Airport Weeze testete ein Erfinder aus den Niederlanden erstmals einen künstlichen Falken. Der soll den gefürchteten Vogelschlag verhindern.

Es ist der Alptraum jedes Piloten: Wenn Vögel in die Triebwerke geraten, kann das für große Probleme sorgen. Große Tiere, die in die Triebwerke geraten, zerstören im Inneren Turbinenschaufeln und andere Aggregate. Das kann zu einem Totalausfall aller Triebwerke führen.

Aus den Niederlanden kommt eine neue Art der Vogelabwehr. Nico Nijenhuis (29), ehemaliger Student der Universität Twente, entwickelte einen Roboter-Falken, der Vögel vertreiben soll. Der "Robird" schwingt sich per Flügelschlag in die Höhe. Die Falken-Drohne aus Nylon, Carbon und Glasfaser soll so täuschend echt wirken, dass Vögel ihn als natürlichen Feind wahrnehmen.

Nachdem der Prototyp in den Niederlanden bereits Testflüge über Müllhalden absolviert hat, stand jetzt der erste Probelauf an einem Flughafen an: In Weeze flatterte der Roboter-Vogel an zwei Tagen. "Ein historischer Schritt für den Robird und unser Unternehmen", sagt Nijenhuis. Denn Flughäfen wie Schiphol zeigten seit Jahren großes Interesse an Robird, aber die Gesetzgebung in den Niederlanden mache es schwer, dort wirklich aktiv zu werden. In Deutschland seien die Regelungen weniger strikt.

In Weeze fand er ideale Bedingungen für einen ersten Praxistest. Am Airport kommt dem Team die vergleichsweise geringe Zahl an Flugbewegungen entgegen. Denn der Roboter-Vogel wird natürlich bei laufendem Flugbetrieb getestet. Nijenhuis: "Wir arbeiten in einem Hochrisikobereich und müssen alles genau testen. Beim Robird kommen die neuesten Technologien zum Einsatz, aber die menschliche Komponente bleibt enorm wichtig." Der Computer im 750 Gramm schweren Kunstvogel ist so programmiert, dass ein direkter Kontakt mit anderen Flugobjekten verhindert wird.

Seine Firma breitet seine Flügel nicht nur bis nach Deutschland aus. In Frankreich und England seien bereits Partner gefunden. Und auch in den USA werden derzeit Gespräche geführt.

(zel)
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