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Isselburg
Wenn Spielleute auf Rockbands treffen

Rock am Graben 2016: Wenn Spielleute auf Rockbands treffen
Rock am Graben - im Rahmen der Anholter Pfingstkirmes gab es erstmals ein Konzert. Hier steht die Band Braingate auf der Bühne. FOTO: Diana Roos
Isselburg. Rock am Graben lockte viele Zuhörer. Vor dem 67. Stiftungsfestes des Grenzland-Tambourcorps und der Pfingstkirmes in Anholt erklangen Klassiker des Rock und Pop. Das kalte Wetter schreckte einige Kirmesgänger ab.

Das war ein gelungenes Experiment - zum Anlass des 67. Stiftungsfestes des Grenzland-Tambourcorps und der Pfingstkirmes drei verschiedene Rockbands auf der Schneidkuhle in Anholt auftreten zu lassen. "Rock am Graben" war ein voller Erfolg und bei den Organisatoren sah man nur zufriedene Gesichter.

War beim Auftakt um 20 Uhr die Anzahl der Besucher noch recht übersichtlich, strömten im Laufe des Abends immer mehr Besucher ins Festzelt, so dass sich der Veranstalter über ein volles "Haus" freuen konnte.

Eindrucksvoll eröffnete die aus sechs Musikern bestehende Band Braingate mit ihrer eigenen Musik aus Rock und gefühlvollen Balladen das Konzert und heizten dem Publikum so richtig mit einprägsamen Melodien und vielseitiger Instrumentierung ein.

FOTO: Diana Roos

Gut fand dann auch Thomas Westerhoff die Musik, die er zu hören bekam. "So eine Veranstaltung ist ein Highlight für Anholt", schwärmte Westerhoff, "gleich drei Rockbands an einem Abend und auch mit 50 höre ich noch gerne solche Musik." Und auch Tamara Caspersz aus Anholt erlebte einen tollen Abend, hatte sie doch bei einer Facebook-Aktion mitgemacht und für das Rockkonzert zwei Eintrittskarten gewonnen.

Super kam auch Stay Kingpin, eine fünfköpfige Formation aus Emmerich, an, die für viele keine Unbekannte ist und schon im Vorprogramm mehrere bekannter Gruppen ihr Können unter Beweis gestellt hat. Und als krönender Abschluss dieser Rocknacht am Graben stand mit Tribal Voice eine der besten Coverbands am unteren Niederrhein auf der Bühne. Die achtköpfige Band präsentierte Rock und Popklassiker aus den letzten vier Jahrzehnten und das Zelt bebte.

Begonnen hatte das Stiftungsfest bereits am Samstag mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Rudi Geukes und dem anschließenden Festumzug durch die Stadt.

Schade für viele Besucher war es, dass die Fahnenschläger wegen des einsetzenden Regens leider nicht vor dem historischen Anholter Rathaus auftreten konnten. Am Sonntagnachmittag trafen sich dann die Familien zu einem bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und vielen Spielen im Festzelt. Eigentlich war das Spielemobil mit seinen vielen Angeboten ja für die Kinder gedacht, aber so manch ein erwachsener Besucher hatte ebenfalls eine Menge Freude daran.

Mit Preußens Gloria, Waidmannsheil und weiterer Marschmusik war das Konzert des Spielmannszuges des Tambourcorps Anholt einer der vielen Höhenpunkte des Stiftungsfestes.

Und selbst auf der Kirmes war trotz des kalten Wetters eine ganze Menge los. "Viele kommen jedes Jahr, egal wie schlecht das Wetter auch ist", erzählte Gunda Schmidt vom Entenangelstand.

Aber auch Maria Dreyer war mit dem Umsatz wider Erwarten sehr zufrieden. "Ich bin 60 Jahre alt, aber so kalt habe ich es auf der Anholter Pfingstkirmes noch nie erlebt", erzählte die gebürtige Anholterin, "und es sind auch wesentlich weniger Besucher als sonst hier."

Aber für die, die gekommen waren, waren sowohl das Stiftungsfest als auch die Pfingstkirmes wieder einmal ein wunderschönes Erlebnis.

(B.T.)
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