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Rees
Rotbraune Erde zum Beweis

Rees: Rotbraune Erde zum Beweis
Vom gekauften Grundstück in Bengaluru hat Pater Raja Kumar in einem Glas etwas von der rotbraunen Erde mitgebracht. FOTO: Flint
Rees. Pater Raja Kumar ist wieder nach Rees zurückgekehrt. In Indien hat er ein Grundstück gekauft und einen Architekten mit der Planung einer Ausbildungswerkstatt für Tischler beauftragt.

Pater Raja Kumar ist mit seinem Projekt auf einem guten Weg. Der 42-Jährige hat inzwischen das Grundstück im indischen Bengaluru gekauft, auf dem eine Tischlerwerkstatt für jugendliche Mädchen und Jungen entstehen soll, deren Eltern sich eine Ausbildung nicht leisten können. Auch zwei junge Inder, Vincy (24) und Francis (22), stehen in den Startlöchern. Sie haben in einem staatlichen Betrieb eine Ausbildung zum Tischler absolviert und sollen künftig in der Werkstatt als Ausbilder fungieren.

Doch noch ist es nicht soweit. "Derzeit ist ein Architekt damit beschäftigt, das Gebäude zu planen. Es wird ein bescheidenes Gebäude", sagt Pater Raja Kumar, der jetzt nach einmonatigem Aufenthalt in seiner Heimat nach Rees zurückgekehrt ist.

In Indien hat er außerdem seine Stiftung "Leben - Trust" für ganz Indien festschreiben lassen, eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme des Betriebes. Der soll, wenn alles glatt läuft, im Frühjahr/Sommer 2017 anlaufen. Weil Pater Raja Kumar, der dem Orden des Heiligen Franz von Sales (MSFS) angehört, in Indien viele Jahre als Jugendleiter tätig war und noch heute zu vielen Jugendlichen in Bengaluru Kontakt hält, weiß er, dass einige ungeduldig auf die Fertigstellung der Werkstatt warten, um endlich ihre Ausbildung starten zu können.

"Dennoch wollen wir klein anfangen, um das Projekt nicht zu gefährden", sagt der Seelsorger. Zu Beginn will er sechs jungen Leuten die Chance auf eine Ausbildung eröffnen. Später sollen es mehr werden. Auf jeden Fall aber sollen die jungen Leute in dem Zentrum auch eine Heimat finden. Das heißt: Es sind Schlaf- und Speise-/Aufenthaltsräume geplant. Baubeginn soll im Juni sein. Der Sockel des Hauses soll in Stein ausgeführt werden. Darauf wird - aus Kostengründen - eine Konstruktion aus Metall entstehen.

Vom gerade gekauften Grundstück in Bengaluru hat Pater Raja Kumar in einem Glas etwa ein Kilo der rotbraunen Erde mitgebracht. Die Erde will er in kleine Gläschen abfüllen und den Reesern schenken, die so großzügig für sein Projekt gespendet haben.

Wie berichtet kamen allein beim Konzert "Zum Ausklang der Weihnachtszeit" 1923,66 Euro zusammen. "Die habe ich inzwischen investiert", so der Pater. Nach dem Osterfest will er die geberfreudigen Gemeindemitglieder von St. Irmgardis bitten, für den weiteren Fortgang erneut zu spenden.

Während seines Aufenthalts in Indien hat sich der Seelsorger auch über den Fortschritt der Wohnhäuser für bedürftige Familie informiert, die die Reeser Gemeinde dort bauen lässt. Vor sechs Monaten ist ein Haus in seiner Heimat Jompanahalli für eine sechsköpfige Familie fertig geworden, ein weiteres Haus - darin wird eine achtköpfige Familie einziehen - ist derzeit im Bau.

Das dritte Haus in Bengaluru ist während des jüngsten Aufenthalts von Pater Raja Kumar fertig geworden. "Ich habe eine Reihe von Bildern von der Einweihung mitgebracht", sagt er. Diese will er den Gläubigen im Rahmen eines Gottesdienstes zeigen.

(rau)
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