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Rees
Russische Band rockt mit Dudelsack in Haldern

Rees. "Zuname" bringt eurasisch geprägten Celtic-Punk-Rock zum "Punk meets People" am Samstag.

Sie sind laut, sie grölen und sie spielen Dudelsack. Die russische Band "Zuname" bringt eurasisch geprägten Celtic-Punk-Rock nach Haldern zum "Punk meets People" im Getränkekeller am Bahnhof am Samstag, 3. September. Zum ersten Mal konnten die Organisatoren eine Klang-Kombo aus diesem Teil der Erde für ihre Konzertreihe engagieren. Der instrumentale, musikalische Teil ist treibender Off-Beat à la "Dropkick Murphys" oder "Pipes and Pints".

Der Gesang ist auf Russisch und fabuliert in erster Linie über Standhaftigkeit im kommerziellen und persönlichen Größenwahn. Zuname weiß, wovon sie spricht. Ihr Album "Pipes Not Dead" ist der eigene Beweis dafür, dass alle Schwierigkeiten überwunden werden können, wenn man nicht aufgibt und an sich glaubt. Der dominante Dudelsack ist dabei das Sinnbild stark extrovertierter Hau-Raus-Musik. Das passt wunderbar.

Einen großen Sprung in die ost-weltlichen Punk-Bühnen haben "Narcolaptic" gemacht. Die Hamburger präsentierten im Frühjahr ihr neues Album "Hypocretin" in Thailand, Malaysia und Indonesien. Anscheinend erfolgreich, denn sie kamen zurück und bespielen jetzt die Säle der Republik. Hier haben sie sich aber schon im Vorfeld eine Fan-Gemeinde aufgebaut. Auf ihren bisher über 260 Konzerten präsentierten sie ihren fein geschliffenen Grunge, der über Spaß, Leben, Ironie und soziale Zwänge referiert. Gigs mit Muff Potter, Itchy Poopzkid oder Talco gehören zu ihrer Erfahrungsmappe.

Musikalisch aus der Reihe fällt "Scheuch wie Heu" alias Mario Scheuch. Das wird der Stimmung aber keinen Abbruch tun. Der Lokalmatador aus Haldern verteilt Küsse für die Ohren. Seine "Musik noir" ist ein experimenteller Seitenkick in den Funk-Pop. Sein anmutendes Kauderwelsch ist ein zwischenzeiliger Spiegel der Gesellschaft mit pfiffigen Pointen.

Im Anschluss an das Instrumentale Gitarren-Gewitter bewegt der DJ wieder die Plattenteller.

Einlass am Samstag im Getränkekeller am Bahnhof in Haldern ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro.

Quelle: RP
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