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Rees
"Sauber!" - der neue Wettbewerb

Rees: "Sauber!" - der neue Wettbewerb
Bürgermeister Christoph Gerwers, Kulturamtsleiter Ludger Beltermann und Jurorin Barbara Edwards (vorne, v.l.) stellten das Motto vor. Horst Balkmann (Stadtsparkasse, hi. l.) und Dirk Krämer (RWE) unterstützen den Wettbewerb, der von Verleger Andreas Daams initiiert und Büchereileiter Thomas Dierkes begleitet wird. FOTO: MVO
Rees. Die Stadt Rees organisiert erneut den bundesweiten Tom-Sawyer-Preis. Autoren von der fünften bis zur 13. Klasse können teilnehmen. Geldprämien gibt es von der Stadtsparkasse. Einsendeschluss ist der 10. Juni. Von Michael Scholten

Sauber!" So lautet das Motto des bundesweiten Schreibwettbewerbs, zu dem die Stadt Rees zum siebten Mal alle Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis 13 aufruft. Der Tom-Sawyer-Preis ist mit Geldprämien der Stadtsparkasse Emmerich-Rees und Sachpreisen der RWE AG dotiert. Die Initiatoren Heiner Frost und Andreas Daams sowie Kulturamtsleiter Ludger Beltermann stellten jetzt die Regeln des Wettbewerbs vor: Bis zum 10. Juni können die jungen Autoren ihre Texte, die bis zu zwei DIN-A4-Seiten lang und zuvor nicht veröffentlicht worden sein dürfen, an tomsawyer@stadt-rees.de mailen oder an die Stadtbücherei, Tom-Sawyer-Preis, Postfach 1362, 46459 Rees schicken. Das Teilnahmeformular kann auf der Seite www.tom-sawyer-preis.de heruntergeladen werden.

"Wir haben erneut ein Motto gewählt, mit dem sich möglichst viele identifizieren können", sagt Heiner Frost, der auch "Finderlohn", "Klassenkampf", "Endstation" und sieben weitere Schlagworte im Angebot hatte. Im Rathaus kam jedoch "Sauber!" am besten an. Kulturamtsleiter Ludger Beltermann rechnet damit, dass auch dieser Tom-Sawyer-Preis "wieder bundesweit für viel Aufmerksamkeit sorgen" wird. Die Öffentlichkeitsarbeit der vergangenen Jahre habe sich ausgezahlt: Mit Ausnahme des Postleitzahlbereichs 2 sei beim Wettbewerb im Jahr 2014 jede Region des Landes vertreten gewesen, die Kreise Kleve und Wesel ebenso wie die Großstädte Köln und Berlin und viele Kleinstädte.

Als Wermutstropfen bezeichnete Beltermann, dass die Zahl der eingesandten Beiträge zuletzt stark gesunken sei: "Früher hatten wir im Schnitt 300 Einsendungen, zuletzt nur noch 162." Die Stadt Rees wolle nun vor allem die weiterführenden Schulen in den Kreisen Kleve, Wesel und Borken anschreiben, um eine Trendwende herbeizuführen. "Ich bleibe ein Träumer und rechne weiterhin damit, dass wir eines Tages 1000 Teilnehmer haben", sagte Heiner Frost.

Er gehört ebenso zur achtköpfigen Jury wie die Journalistinnen Angela Furtkamp und Dr. Claudia Gronewold, die Journalisten Ludger Kazmierczak, Volker Himmelberg und Michael Scholten, der Student und frühere Tom-Sawyer-Preisträger Julius Brüntink sowie Barbara Edwards von der Stadtbücherei Rees.

Die Jury entscheidet, wer in den vier Teilnehmergruppen, die nach Klassen gestaffelt sind, gewinnt. Die ersten Plätze erhalten jeweils 300 Euro, die zweiten Plätze 200 Euro und die Plätze drei bis fünf jeweils 100 Euro. Dazu gibt es einen Sachpreis und eine Einladung zur Preisverleihung im Reeser Bürgerhaus am Sonntag, 4. Dezember. Der Kölner Schauspieler Michael Dick wird die Sieger-Geschichten jeder Kategorie vorlesen.

Die 40 besten Beiträge erscheinen außerdem als Buch, das Verleger Andreas Daams in der Literaturreihe "edition anderswo" veröffentlicht. Daams zeigt sich beeindruckt von den Einsendungen der jungen Autoren: "Die Zeiten, in denen Fantasy dominierte, sind vorbei. Die Jugendlichen schicken sehr lebensnahe Geschichten, bei denen ich mich oft frage: Wie kann jemand in diesem Alter schon so großartig schreiben?"

Horst Balkmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Emmerich-Rees, gehört seit der ersten Stunde zu den Fans und Sponsoren des Tom-Sawyer-Wettbewerbs: "Ich bin begeistert von Sprache und liebe es, dass sich Jugendliche konzentriert hinsetzen und ihre eigenen Geschichten zu Papier bringen." Auch Dirk Krämer, Kommunalbetreuer des Sponsors RWE, sieht in dem Schreibwettbewerb ein willkommenes Zeichen gegen die "Sprachverstümmelung" in Zeiten fortschreitender Digitalisierung.

Quelle: RP
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