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Emmerich
Schüler erleben die Berufswelt hautnah

Emmerich. Ein neuer Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie stand gestern auf dem Firmengelände von Probat. Schüler bekamen hier einen Einblick in verschiedene Berufsfelder. Von Monika Hartjes

Moritz Kroesen besucht die achte Klasse der Hanse-Realschule. Er weiß noch nicht genau, was er später einmal für einen Beruf erlernen möchte. "Vielleicht etwas im technischen Bereich", so der 13-Jährige. Begeistert war er von den Angeboten des neuen Info-Trucks der Metall- und Elektroindustrie, der jetzt auf dem Firmengelände von Probat stand. "Das ist hier eine gute Möglichkeit, einen Einblick in Metallberufe zu bekommen", sagte er. "Vor allem die Fräsmaschine, die wir hier ausprobieren dürfen, finde ich toll."

Seit 25 Jahren informiert der Unternehmerverband Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten. "Seit 1989 standen wir immer mit einem kleinen Info-Mobil unter anderem an der Realschule", erzählte Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein. Ausbildungsberufe im Metall- und Elektrobereich seien sehr komplex, es gibt 350 Ausbildungsmöglichkeiten und über 1000 Studiengänge. "Da ist es schwer, einen Überblick zu bekommen."

In diesem Jahr wurde das kleine Mobil durch einen doppelstöckigen High-Tech-Truck ausgetauscht, der auf 100 Quadratmetern Präsentationsfläche praktische und theoretische Angebote zum Kennenlernen von Metall- und Elektroberufen macht. Im Truck konnten sich die Jugendlichen in Ruhe mit den einzelnen Berufsfeldern beschäftigen.

"Wir stellen hier drei Berufsfelder vor", erklärte Diplom-Ingenieur Engin Öztürk, der die Schüler gestern begleitete und Fragen beantwortete. So konnten die jungen Besucher unter anderem eine Fräsmaschine programmieren und kleine Metallteile fräsen, Schaltungen aufbauen, eine Gewindeplatte montieren, einen Modell-Aufzug programmieren und lernten am Modell einer Produktionsstraße, was "Pneumatik" beinhaltet. Dazu gab es reichlich interessantes Infomaterial über die einzelnen Berufe, auch online im Internet.

Im oberen "Stockwerk" des Trucks standen Julian Ingenhorst, auszubildender Industriemechaniker, und Tobias Kronenberg, Elektroniker-Azubi, Rede und Antwort. Der 14-jährige Fabio Heuer fand gut, dass seine Fragen so "auf Augenhöhe" beantwortet wurden. Moritz Welters hat bereits eine Zusage für ein Praktikum bei Probat im Frühjahr 2017. "Das ist heute eine tolle Möglichkeit, den Betrieb schon vorher kennenzulernen", sagte der 14-jährige Realschüler. "Ich habe hier viel Interessantes erfahren."

Zum ersten Mal machte der Truck bei Probat Station. "Die Kombination von Truck und Betrieb macht Sinn", sagte Ausbildungsleiter Jörg Gabriel. "Im Truck findet die Vorbereitung statt und bei der Betriebsbesichtigung sehen die Schüler vor Ort, wie es in der Realität aussieht."

Probat hat zurzeit 52 Auszubildende, darunter elf in der Metallverarbeitung. Man wolle die Aktion zu einer festen Einrichtung einmal im Jahr im Rahmen der Berufsfelderkundung für Achtklässler machen, sagte Gabriel.

Quelle: RP
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