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Emmerich
Schützen ebnen Weg für Erwerb des Kolpinghauses

Emmerich: Schützen ebnen Weg für Erwerb des Kolpinghauses
Brudermeister Heinz (rechts) am Freitagabend im Kreise seiner Schützen FOTO: Wienhoven
Emmerich. Ein Pächter für die geplante Trägergesellschaft der Vereine ist weiterhin nicht in Sicht.

Da war Brudermeister Heinz Wienhoven "basserstaunt". Trotz Urlaubszeit fanden 98 Schützen am Freitagabend den Weg ins Kolpinghaus, um nach der Mitgliederversammlung Ende Juni (zehn Mitglieder weniger!), zu der sich keine beschlussfähige Mehrheit laut Satzung zusammengefunden hatte, bei der Neuauflage grünes Licht für den Kolpinghaus-Erwerb gemeinsam mit weiteren Vereinen unter dem Dach einer Trägergesellschaft zu geben.

Doch bevor die Schützen über die dazu erforderliche Satzungsänderungen im Paragrafendschungel abstimmten, erklärte Wienhoven: "Es hat sich seit der letzten Versammlung ein bisschen was getan, aber nicht viel."

Zur allen unter den Nägeln brennenden Pächterfrage hieß es von ihm, dass noch ein Gespräch vor dem Schützenfest Ende Juli geführt werde. Unabhängig davon habe man sich mit den Trägervereinen einer möglichen gGmbH und dem Kolpinghaus-Verein (KEV) darauf verständigt, dass der Schießstand-Betrieb an drei bis vier Tagen, die Proben des Musikvereins zweimal pro Woche, die Abende des Tambourcorps und die Karnevalssitzung 2017 stattfinden werden.

"Gegen Übernahme der entstehenden Kosten", so Heinz Wienhoven. Dazu gehöre auch die Möglichkeit, für die großen Festivitäten einen Caterer mit ins Boot zu nehmen.

Peter Berndsen bedankte sich für das Engagement des Vorstandes, wollte zugleich aber wissen, was denn ist, wenn die Zapfhähne womöglich in der Gaststätte nach dem Schützenfest für immer hochgehen und die Toiletten nicht mehr gereinigt würden. Der Brudermeister beruhigte. Durch die wöchentliche Nutzung der Vereine bliebe die Reinigung nicht außen vor. Für die Bewirtung könne es sein, dass eine externe Zapfanlage von einem Caterer für größere Veranstaltungen gestellt werde. Apropos Bewirtung: Die müsse für auswärtige Gäste am Schießstand gewährleistet werden, so Toni Berndsen. Vorstandsmitglied Werner Jansen sicherte zu, dass man für diese Zwecke einen Kühlschrank stelle.

Immer wieder merkte man, dass sich die Martinus-Schützen für alle Eventualitäten durch viele Satzungsänderungen für die Zukunft rüsten. Selbst wenn es nicht zum Hauskauf kommen sollte, "so kann uns das alles nicht schaden", erklärte Eltens erster Schütze. Er machte somit erneut seiner Bruderschaft Hoffnung auf ein glückliches Ende nach diesen nervenzehrenden Monaten.

Übrigens: Er war stets der Erste, der das Versammlungsprotokoll unterschrieb. Doch wie bei Mitgliederversammlung eins kam er bei der zweiten nicht zum Zuge. Der 'Nikolaus von Elten' nahm's mit Humor. Erst recht als Heinz Wienhoven sagte: "Sigi (Alefsen), im nächsten Jahr darfst du wieder." An seinen Fersen klebt nun Erik Hülkenberg. Der nahm so schnell wie kein anderer den von Bataillonskommandeur Batje Jansen gezückten Stift am Vorstandstisch, um seine Unterschrift auf dem Papier zu verewigen.

(dk)
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