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Rees
Schulsozialarbeit: Hoffen auf Stiftungsgelder

Rees. Schulausschuss diskutierte über die Finanzierung einer Sozialarbeiterstelle für die drei Grundschulen.

Es war ein gemeinsamer Antrag der drei Reeser Grundschulrektorinnen Karin Winkels-Brinkmann, Hannah Komnick und Britta Koltermann. Wie berichtet, sehen sie eine dringende Notwendigkeit in der Einrichtung einer eigenen Schulsozialarbeiterstelle für die drei Grundschulen. Und das nicht nur, weil jetzt mehr Schüler mit Förderbedarf im Rahmen der Inklusion in die Grundschulen strömen. Vielmehr sei es eine zunehmende Anzahl verhaltensauffälliger Kinder, die und deren Eltern zu betreuen, immer zeitaufwendiger werde.

"Diese Arbeit hält uns von dem ab, was eigentlich unser Bildungsauftrag ist", argumentierte Rektorin Karin Winkels-Brinkmann in der Schulausschusssitzung. Darüber, dass diese Notwendigkeit bestehe, herrschte, parteiübergreifend ebenso wie in der Verwaltung, Konsens. Dass die Finanzlage der Stadt es nicht erlaube, zusätzlich zu den zwei Schulsozialarbeiterinnen in Teilzeit über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus weitere Stellen einzurichten, machte Bürgermeister Christoph Gerwers deutlich. "Das ist die Aufgabe des Landes." Doch habe er von einer möglichen Lösung erfahren: Im Gespräch mit Pastoralreferent Ludger Dahmen stellte dieser in Aussicht, dass man für die Finanzierung einer solchen Stelle auf Fördertöpfe von hiesigen Stiftungen zurückgreifen könne.

Eine ins Auge gefasste Umwandlung einer Lehrerstelle in eine Schulsozialarbeitsstelle wurde in der Diskussion im Schulausschuss mehrheitlich für "nicht grundschultauglich" gehalten. Johannes Erlebach (CDU) sprach sich gegen "Flickschusterei" aus. "Wir wollen kein Kind zurücklassen, die Arbeit liegt beim Land und dort muss das Problem geklärt werden." Dass dieses Problem Landessache sei, befand auch Heiner Neuhaus (FDP), befürwortete aber den von Dahmen vorgetragenen Lösungsvorschlag. "Wir können nicht solange warten, bis das Geld in Rees ankommt", waren sich die Ausschussmitglieder einig. "Wir müssen ein Konzept erarbeiten, auch um eine Vernetzung von Jugendhilfe und Schulsozialarbeit sicherzustellen", empfahl Gerwers. Das will nun der Ausschuss auf den Weg bringen, in der Hoffnung, Stiftungsgelder zu erhalten.

(ha)
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