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Emmerich
Sebastianer investieren in den Bölt

Emmerich. Die Schützenbruderschaft traf sich in einer nichtöffentlichen Sitzung. Thema war der Kapaunenberg. Langfristig soll wieder ein Pächter Saal und Gastronomie übernehmen. Zunächst einmal wird aber das Gebäude modernisiert. Von Monika Hartjes

"Wir haben gemerkt, wie sehr unsere Mitglieder hinter dem Schützenhaus stehen und dass sie bereit sind, den Vorstand zu unterstützen", zeigte sich Thomas Reintjes, Direktor der St. Sebastian-Schützen erfreut.

Am Freitag fand die Jahreshauptversammlung der Schützenbruderschaft - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - statt. Rund 90 Mitglieder zeigten, dass ein großes Interesse am "Bölt" besteht, denn dieser stand im Mittelpunkt der Diskussionen. "Natürlich haben wir nichts zu verbergen, aber wir wollten den Mitgliedern die Möglichkeit geben, frei ihre Meinung zu äußern und alles, was ihnen auf dem Herzen liegt, anzusprechen", sagte Reintjes.

Der Vorstand klärte auf über den Stand der Dinge, legte Zahlen auf den Tisch und fragte die Mitglieder nach Ideen, Anregungen und Wünsche für die Zukunft.

In Form einer Podiumsdiskussion wurden Fragen gestellt und erörtert. "Wir wollten unsere Mitglieder auch ein bisschen wach rütteln, weil wir als Vorstand ohne ihre Hilfe die Arbeit nicht stemmen können." Er freute sich, dass sich spontan ein Team bereit erklärte, für große Veranstaltungen den Saal mit vorzubereiten.

Zunächst sprach der technische Leiter Jochen Stelzig über den Zustand des Hauses und die kurzfristigen und langfristigen Investitionsmaßnahmen, um das Haus zu erhalten. Kurzfristig, das heißt im Laufe der nächsten zwei Jahre, müssen Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und des Brandschutzes umgesetzt werden. Längerfristig sind die Sanierung und Renovierung der Toilettenanlagen geplant.

"Das werden große Maßnahmen sein, weil die Abflussrohre beispielsweise über 50 Jahre alt sind und ausgewechselt werden müssen. Und auch die Heizungsanlage ist schon in die Jahre gekommen, da werden Investitionen notwendig sein", erklärte Reintjes.

Wichtigstes Anliegen und "Wunschgedanke" der Sebastianer ist nach wie vor, einen langfristigen Pächter zu finden. "Wir Schützen sind keine Gastronomen. Es lagen Anfragen vor, aber ein schlüssiges Konzept konnte bisher niemand vorweisen", so der Direktor.

Seit Oktober regeln die Schützen die Kneipe in Eigeninitiative. Gastronomie und Saal werden für Feste und Feiern angeboten. Der Saal war bereits einige Male für große Events gemietet worden, etwa von den Ronga-Brüdern für die Veranstaltung "Rocco's Limited" und von Daniel Maiß und seinem Team, die dort die Karnevalsveranstaltungen organisierten. Für große Events sei noch Luft nach oben, so Reintjes. Es gebe einige Anfragen für Abifeiern. Am 16. Oktober wird die große Proot-Platt-Veranstaltung "Land en Luj" im Kapaunenberg stattfinden. "Mit solchen Events hoffen wir, uns einen Namen zu machen." Für kleinere Feste wie Geburtstage und Jubiläen gibt es schon mehrere Zusagen, hier werden die Schützen den Service übernehmen.

Die Maifeier am 7. Mai und das eigene Schützenfest vom 12. bis 20. August wird vom Gastronomieservice Rainer van Laak aus Rees übernommen. Das habe bereits im letzten Jahr gut geklappt, so Reintjes.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung gab es auch Neuwahlen. Manuel Jonkhans wurde neuer Pressewart, Frank Winkels neuer Geschäftsführer für den Vereinsbereich und Sven Rütter neuer stellvertretender Geschäftsführer, der sowohl für den Vereins- als auch für den Gewerbebereich zuständig ist.

Quelle: RP
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