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Rees
Seit 125 Jahren nicht aus der Mode

Rees: Seit 125 Jahren nicht aus der Mode
Im Bild links sind Ulrike Lohmann, Dorothee Jordan, Stefanie ten Hompel-Ruyter und Leyla Bilgic zu sehen. Das Foto rechts zeigt das erste Geschäftshaus von Ten Hompel in Rees an der Dellstraße um 1892. Im Zweiten Weltkrieg wurde es völlig zerstört. FOTO: Monika Hartjes/Ten Hompel
Rees. Das Modehaus ten Hompel wurde 1892 in Rees eröffnet. Das Angebot wurde über die Jahre erweitert. Von Monika Hartjes

Das renommierte Modehaus ten Hompel feiert seinen 125. Geburtstag. "Das kommt heutzutage nicht mehr so oft vor, dass ein Familienunternehmen so ein Jubiläum begeht", freut sich Stefanie ten Hompel-Ruyter, die in vierter Generation das Modehaus betreibt. Als Geschenk für die Kunden gibt es bis zum 28. November einen 20-prozentigen Rabatt auf das gesamte Sortiment.

Im November 1892 zogen der Kaufmann Emil ten Hompel und seine Ehefrau Ottilie von Wesel nach Rees, wo sie in der Dellstraße das Haus mit der Nummer 15 erwarben. Dort betrieben sie ein Textilgeschäft. Stoffe, Damen- und Herrenkonfektionen, Wäsche, Bettwäsche, Hand- und Tafeltücher gehörten zum Sortiment. So manche Aussteuertruhe war damals mit hochwertiger Bett- und Tischwäsche von ten Hompel gefüllt. Der Inhaber beschäftigte 20 Näherinnen. In einem großen Atelier wurden in Handarbeit Anzüge, Mäntel, Kostüme und feinste Unterwäsche aus erstklassigen Stoffen gefertigt.

1914 starb Emil ten Hompel. Sohn Felix, der in Argentinien lebte, übernahm das Unternehmen. 1920 heiratete er Alice Schulte im Hofe. Die Ehe blieb kinderlos. Als Felix ten Hompel zwei Jahre später starb, führte Alice das Geschäft allein weiter, bis sie 1930 ein zweites Mal heiratete Tochter Margret wurde 1931, Sohn Felix 1932 geboren. Im Februar 1945 wurde das prächtige Geschäftshaus im Bombenhagel zerstört bis auf einen Mittelteil und die Begrenzungsmauern. Einen kleinen Teil des Hinterhauses richteten die Eigentümer für den Verkauf und als Wohnung her, 1958 bauten sie das Ladenlokal in einem Flachbau bis zur Straße hin wieder auf. Nach dem Tod von Heinrich ten Hompel 1960 unterstützte Sohn Felix seine Mutter. Er heiratete 1961 Liselotte Konrad aus Saarbrücken. Deren Töchter Barbara und Stefanie wuchsen in dem Geschäftsbetrieb, der stetig wuchs, auf. 1971 wurde die Verkaufsfläche auf 400 Quadratmeter erweitert. 1989 kam das Aussteuerhaus "Mode für Tisch, Bett und Bad" auf der Dellstraße dazu und 1998 wurde das Aussteuersegment erneut geteilt und es entstand die dritte Filiale "Betten ten Hompel" im Gewerbegebiet.

Bereits 1985, direkt nach ihrer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei Karstadt, arbeitete Stefanie ten Hompel-Ruyter im Geschäft mit, das sie im Jahr 2002 übernahm. 2009 kam die Filiale "Gegenüber" hinzu.

Sie legte ihre Ausbildereignungsprüfung ab und besucht regelmäßig Weiterbildungen in verschiedenen Bereichen. Mit viel Sorgfalt und Engagement, unterstützt von einem kompetenten und fröhlichen zwölfköpfigen Team, führt sie die Familientradition weiter - mit einem modernen Zeitgeist. "Das Angebot hat sich zu damals sehr geändert. Wir führen reine Damenoberbekleidung und haben dazu eine Wäscheabteilung", erklärt Stefanie ten Hompel-Ruyter. Neben der Bekleidung - von Shirts und Kleidern zu taschengeldfreundlichen Preisen für Schülerinnen bis hin zu hochwertiger Markenbekleidung - gehören auch Accessoires wie Schmuck, Tücher, Gürtel, aber auch Schuhe zum Sortiment.

Durch den gelungenen Komplettumbau zu Beginn dieses Jahres sind nun alle Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen. "Ein klasse Team steht mir seit vielen Jahren perfekt zur Seite. Ohne meine Damen und meine Familie wäre das alles nicht möglich gewesen", sagt Stefanie ten Hompel-Ruyter, die sich mit dem Rabatt von 20 Prozent besonders bei ihren langjährigen Stammkunden herzlich bedanken möchte.

Quelle: RP
 
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