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Emmerich
Seit 25 Jahren im Franz-Döring-Haus

Emmerich: Seit 25 Jahren im Franz-Döring-Haus
Gestern gab es eine kleine Feierstunde im Franz-Döring-Haus. FOTO: Flintrop
Emmerich. Seit einem Vierteljahrhundert hat der VdK im Franz-Döring-Haus feste Räume zur Beratung - das wurde gestern gefeiert. Mittlerweile zählt der Ortsverband Emmerich fast 1000 Mitglieder, die Sprechstunden werden rege genutzt.

Mit den Problemen seiner Mitglieder geht man nicht in eine Gaststätte. Davon ist Hans-Jürgen Schagen überzeugt. Daher ist der erste Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Emmerich auch froh, dass der hiesige Verband sein Beratungsangebot im Sozialrecht in den Räumen des Franz-Döring-Hauses an der Eltener Straße in Hüthum anbieten kann. Die mittlerweile fast 1000 Mitglieder des VdK-Ortsverbandes nutzen die Sprechstunden nämlich rege. "In der Regel sind es 20, in der Spitze auch mal 40 Menschen, die bei uns Hilfe suchen", erklärt Johannes Reintjes, Vertreter der Opfer von Krieg und Gewalt beim VdK-Ortsverband Emmerich.

Reintjes ist es mit zu verdanken, dass in den Räumen in Hüthum Hilfesuchende in Ruhe von den Rechtsanwälten des Kreisverbandes Niederrhein Unterstützung bekommen. Angefangen hat der VdK in Emmerich seine Beratungsstunden in der Wirtschaft van Ackeren in der Baustraße, es folgten Sprechstunden im ehemaligen Kolpinghaus Emmerich und im Willikensoord.

Dann, Ende der 80er Jahre, hatte die Sparkasse in Hüthum in einem Steingebäude ihre Filiale eingerichtet. Der alte Pavillon an der Eltener Straße 426 stand leer. Eigentlich sollte der Pavillon abgebaut werden und als Büro im Containerhafen dienen. 40.000 Deutsche Mark hätte das gekostet - ein Betrag, den weder die Stadtwerke noch die Sparkasse tragen wollten. Als damaliger Geschäftsführer der Stadtwerke hatte Johannes Reintjes eine andere Idee. "Ich regte an, dem Sozialverband den Pavillon kostenlos zu überlassen." Das klappte dann auch. Am 29. Februar 1991 konnte der VdK-Ortsverband Emmerich das Gebäude einweihen - und hält es seitdem in Ehren. Denn um dieses und dessen Außenanlage in Schuss zu halten sind die Mitglieder des 17-köpfigen Vorstandes stetig im Einsatz.

Allerdings muss der Emmericher Ortsverband ein bisschen bangen. Denn in gut zwei Jahren muss der Pachtvertrag verlängert werden. "Wir hoffen auf die Bank", sagt Schagen. Denn der Standort in Hüthum sei optimal. Vor allem weil das Franz-Döring-Haus barrierefrei ist, einen Parkplatz hat und auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr gut erreichbar ist. Denn immerhin: Die Mitglieder des VdK Ortsverbandes Emmerich kommen nicht nur aus den Ortsteilen der Hansestadt, sondern auch aus Rees, Rhede, dem Klever Raum und sogar Paderborn.

Auch Bürgermeister Peter Hinze unterstrich: "Sie sind sehr wichtig für Emmerich. Sie bieten Hilfe, aber auch eine Anlaufstelle." In der Tat. Und das in Emmerich bald 70 Jahre, wie auch Schagen hervorhob. Robert Walter, Geschäftsführer des VdK-Kreisverbandes Niederrhein, unterstrich, dass die Anwälte des Kreisverbandes für den Bereich Niederrhein im vergangenen Jahr über 1,6 Million Euro erstritten hätten. Kommunale Leistungsträger erhalten davon 134.000 Euro und die Jobcenter insgesamt 179.000 Euro.

Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat gibt es eine Sprechstunde an der Eltener Straße 426. Es berät ein Rechtsanwalt des Kreisverbandes in der Zeit von 13.30 bis 16.30 Uhr.

(seul)
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