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Emmerich
Sicherheitszertifikat für Airport

Emmerich: Sicherheitszertifikat für Airport
Die Flugsicherheitsbehörde macht genaue Vorgaben etwa für die Abstände zwischen Rollwegen und Landebahn. FOTO: weihrauch/dpa
Emmerich. Der Flughafen ist der erste in Nordrhein-Westfalen, der die EU-Vorgaben erfüllt. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher überreichte die Unterlagen an den Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber. Von Sebastian Latzel

GOCH/WEEZE Der Airport Weeze hat von der Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Luftfahrtbehörde als erster Flughafen in NRW die vollständige EASA-Zertifizierung erhalten. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher überreichte dem Geschäftsführer des Flughafens, Ludger van Bebber, das Zertifikat der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Das bestätigt, dass der Betreiber des Flughafens Niederrhein und die Flughafeninfrastruktur alle Anforderungen an Betriebssicherheit, Betriebsorganisation und Betriebsführung erfüllen.

"Wir haben seit Februar 2016 an diesem Projekt gearbeitet, das mit enormer Arbeit verbunden war", sagt Ludger van Bebber. Vom Aufwand her sei das durchaus mit den Vorbereitungen für die Genehmigung des Flughafens zu vergleichen gewesen. Das Zertifikat sei ein echter Meilenstein für den Airport. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat die Hauptaufgabe, mit unabhängigen Prüfungen, Inspektionen und Audits die Sicherheit des Flugbetriebs an den Flughäfen sicherzustellen. Mit der Zertifizierung wird erreicht, dass Prozesse, technische Anlagen und die betriebliche Organisation an allen europäischen Airports nach einem europaweit einheitlichen Standard festgelegt werden.

Dieses Zertifikat ist für alle größeren Flughäfen verpflichtend. Weeze war der erste Airport in NRW, der die Vorgaben erfüllte. Die anderen Flughäfen wollen bis zum Jahresende nachziehen.

Seit dem Februar 2016 hat eine Projektgruppe des Airports einen umfassenden Katalog abgearbeitet. So standen am Airport Weeze die Organisation des Managements ebenso auf dem Prüfstand wie die Flughafeninfrastruktur und alle technischen Einrichtungen. Die EASA machte verbindliche Vorgaben: Sie definierte beispielsweise die Abstände zwischen den Rollwegen und der Start- und Landebahn, aber auch organisatorische Aufgaben, wie ein Flughafen die Betankung seiner Flugzeuge, den Einsatz der Feuerwehr oder die Schneeräumung organisieren muss.

"Die europäischen Grundlagen sind sehr viel stringenter als die ehemals geltenden nationalen Vorgaben und Normen", sagte Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher bei der Übergabe des Zertifikats. "Der früher auf Grundlage nationaler Vorgaben vorhandene Entscheidungsspielraum wurde quasi auf Null reduziert. Sicherheit stand und steht jedoch an erster Stelle und wird am Flughafen Weeze groß geschrieben."

Im Rahmen der Zertifizierung, betonte die Regierungspräsidentin, war die Zusammenarbeit gut und die Abstimmung zwischen der Bezirksregierung, den Mitarbeitern des Airports Weeze und den beauftragten Unternehmen intensiv.

Die Arbeit am Airport ist längst noch nicht abgeschlossen: Regelmäßig wird überprüft, ob die Vorgaben eingehalten werden.

Quelle: RP
 
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