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Emmerich
"Sie sind herzlich willkommen"

Emmerich: "Sie sind herzlich willkommen"
In der Aldegundiskirche begrüßte Pfarrer Bernd de Baey die Gäste. FOTO: Markus van Offern
Emmerich. Fest für Flüchtlinge an und in der Aldegundiskirche. Brüder aus Afghanistan: "Wir möchten noch viel lernen." Von Monika Hartjes

Viele waren der Einladung zum Willkommensfest an der Aldegundiskirche gefolgt. Aufgrund des regnerischen Wetters fanden einige Programmpunkte in der Kirche statt, die gut besetzt war. "Schön, dass Sie da sind", begrüßte Pater Zakarias, der mit einem zehnköpfigen Team die Veranstaltung vorbereitet hatte, die Gäste.

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"Wir wollen zeigen: Wir sind ein friedliches Land und Emmerich ist eine friedliche Stadt. Sie sind herzlich willkommen", sagte Pfarrer Bernd de Baey.

Georg Maiß vom Vorbereitungsteam führte durch das Programm. "Im ersten Teil geht es darum, voneinander zu hören, im zweiten wird gefeiert, gegessen und getrunken", sagte er. Sänger Jonathan Nwankwo und Keyboarder Adrian Schabbel begeisterten mit den Liedern "Over the rainbow" und "Fireworks" von Katy Perry, bevor eine balinesische Tempeltänzerin den Tanz "Paradiesvogel" zeigte. Pater Zakarias, der aus Indonesien kommt, sagte: "Dort leben 250 verschiedene Kulturen und Sprachen zusammen und es geht. Wir erleben das Paradies auf Erden, wenn das Zusammenleben klappt."

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Bürgermeister Johannes Diks sagte in einer kurzen Ansprache: "Sie, liebe Flüchtlinge und Asylsuchende, sind in Emmerich herzlich willkommen" Das sei nicht nur eine Herausforderung für die Verwaltung, sondern für jeden Bürger. Gesucht werden weiterhin Wohnräume, Möbel und Kleidung, wer etwas anbieten kann, solle sich bei der Stadt melden. In Emmerich herrsche eine gute Willkommenskultur.

Hans-Jürgen Säger ist einer der Leute, die sich um den Mittagstisch kümmern und Deutschunterricht geben. Er sagte: "Es ist beeindruckend, mit wie viel Geduld die Menschen beim Mittagstisch anstehen und mit welchem Fleiß sie Deutsch lernen." Schulleiterin Inge McKay erzählte, wie die Schulen zusammenarbeiten, um Kinder und Jugendliche unterzubringen. Drei Jahre konnte der 13-jährige Mohammed wegen des Krieges keine Schule besuchen. Er erzählte: "Syrien ist nicht gut, viele Leute sind tot." Auch die Brüder Harun, Hussein und Mussa aus Afghanistan, die seit fünf Monaten das Gymnasium besuchen, sprechen schon gut Deutsch: "Wir möchten noch viel lernen und hier in Deutschland bleiben", sagte Hussein.

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(moha)
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