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Emmerich
Sieben Millionen für zwei Häuser

Emmerich. Richtfest mit Bauherren, Architekten, Arbeitern an den beiden Punkthäusern Von Matthias Grass

Die beiden ersten Punkthäuser entlang des Spoykanals in unmittelbarer Nähe von City und Hochschule feierten jetzt Richtfest. Im hell geklinkerten "Punkthaus" direkt am Studentenwohnheim entstehen rund 30 Eigentumswohnungen; in dem anderen, dunkelrot verblendeten Bau werden 30 Mietwohnungen gebaut, die über die Caritas vermarktet werden. Beworben werden die rund 60 kleineren und mittleren Wohnungen mit "Wohnen am Hafencampus".

Ein Motto, das zieht: Von den 30 Eigentumswohnungen sind mehr als die Hälfte verkauft, vor allem die Wohnungen mit Blick auf die Türme der Stadt und über den Campus der Hochschule sind begehrt. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß. Zwei der drei Penthäuser sind ebenfalls verkauft. Der in hellem Klinker gehaltene Bau bekommt noch weiße Putzbänder, hat vier Etagen und obenauf die Penthäuser. 2220 Quadratmeter Wohnfläche entstehen hier, aufgeteilt in 31 Wohnungen, von den 17 verkauft sind. Wenn der Bau am Kanal im Dezember des Jahres fertiggestellt ist, werden die Berliner Investoren 3,6 Millionen Euro allein in die Baukosten investiert haben. Die Wohnungen kosten zwischen 160.000 und 250.000 Euro.

Der rot geklinkerte Bau, er ist unmerklich kleiner, ist etwas günstiger, so dass für die beiden großen Mehrfamilienhäuser im Klever Hafen rund sieben Millionen Euro in die Bauwirtschaft der Region fließen. Denn es sind vor allem hiesige Unternehmen, wie sich beim Richtfest zeigte. So kommen auch die sandfarbenen Klinker des Punkthauses von Cellina, die auch die heiß diskutierten Stein für das Rathaus lieferten. "Terra" heißt der Klinker, der dem Bau, unterbrochen von markanten Putzstreifen, einen gediegenen Ton gibt.

Für die Berliner Gesellschaft "Wohnen am Hafencampus" trieb als Bauherrin Martina Brinkhaus beim Richtfest symbolisch einen Nagel in einen Holzblock. "Uns hat der Standort sehr gefallen. Wir sehen Kleve als wachsende Stadt, in der es Bedarf für diesen Wohnraum gibt", sagte Brinkhaus.

Wilfried Hülsmann, der in Berlin lebende und arbeitende Bruder des Klever Architekten Friedhelm Hülsmann, erinnerte an die städtebaulichen Grundlagen für die Punkthäuser, die zusammen mit dem Bau der Hochschule entwickelt wurden. Die Bauten seien an den Größen der Hochschule orientiert und würden, so wie die Fakultätsgebäude, die Sicht auf Kanal und Hochschule auch aus der "zweiten Reihe" zulassen, so der Berliner Architekt.

Quelle: RP
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