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Rees
Sogar Rotarier aus Indien beim Konzert

Rees: Sogar Rotarier aus Indien beim Konzert
Oben: Gut besucht war der Marktplatz beim Benefizkonzert der vier Orchester. Rotary-Governor Alois Serwaty und eine Delegation aus Indien verfolgten das Geschehen aus der ersten Reihe.
Rees. Orchesterkonzert mit 120 Musikern für den guten Zweck auf dem Reeser Marktplatz. Von Michael Scholten

Der liebe Gott muss ein Moldauer sein. Je näher das Benefizkonzert des 120-köpfigen Orchesters auf dem Marktlatz rückte, desto konsequenter vertrieb er die letzten Regenwolken und schenkte dem Rotary Club Emmerich-Rees das perfekte Open-Air-Wetter. So stieg die Hoffnung, dass der "Dry (RRR) Air Day" neben reichlich Sonnenschein und Musik auch hohe Verkaufserlöse und Spenden für ein Frischwasserprojekt im moldawischen Copceac bringen konnte.

Michael Kemkes, Präsident des Rotary Clubs Emmerich-Rees, betonte die internationale und karitative Ausrichtung des Clubs und begrüßte neben Rotariern aus den Niederlanden auch eine Delegation aus Indien. Diese saß gemeinsam mit Governor Alois Serwaty, der die 4000 Mitglieder der 75 Rotary Clubs in Nordrhein Westfalen vertritt, in der ersten Reihe.

Es klang höchst beeindruckend, als das "rotarische Riesenorchester" unter Leitung von Robert Wijnands mit "Into the Sunset" einstieg und Pauken und Trompeten den Marktplatz erfüllten. Das Halderner Blasorchester spielte gemeinsam mit den niederländischen Orchestern Harmonie Volharding aus Stokkum, St. Caecilia aus Megchelen und St. Radboud aus Silvolde, das Repertoire reichte von Rock und Pop bis zu sinfonischen Klängen und Filmmusik-Evergreens. Moderator Tim Terhorst führte deutsch-niederländisch durch den Abend und kokettierte mit seiner eigenen musikalischen Vergangenheit, die im zarten von fünf Jahren endete, als er am Posthorn seine Vaters scheiterte.

Mit ausgewählten Titeln führte die musikalische Reise von Schottland über Persien nach Beverly Hills und New York. Die Vorsitzende des Halderner Blasorchesters, Karla Kilzer, nannte es die Erfüllung eines Traums, mit befreundeten Orchestern in der besonderen Atmosphäre des riesigen Marktplatzes spielen zu können. Sie dankte den Rotariern für diese "tolle Atmosphäre". Alle Musiker des Abends waren ehrenamtlich im Einsatz.

Zwar blieben vor der großen Bühne, die aus Lkw-Brücken und Anhängern der Firma Witwe Hövelmann bestand, einige Reihen der insgesamt 500 aufgestellten Stühle leer. Doch im Vergleich zu früheren Musik-Events auf dem Reeser Marktplatz war das Benefizkonzert durchaus gut besucht, zumal sich auch die Außengastronomie der angrenzenden Cafés und Restaurants über musikbegeisterte Langzeitgäste freuen durfte.

Die freiwilligen Helfer des Rotary Clubs boten ebenfalls Limonade, Bier, Sekt, Wein und Würstchen zu "großzügig aufgerundeten Preisen" an, wie Präsident Michael Kemkes es mit Blick auf den guten Zweck formulierte. Auch in den Spendenboxen klingelte so mancher Euro. Aufgerundet durch die Rotarier, sollen bald 5000 Euro nach Copceac gehen, die gleiche Summe hat der Rotary Club Emmerich-Rees schon Ende 2014 überwiesen. Der Rotary Club Moers, der gute Kontakte nach Moldawien unterhält, achtet darauf, dass jede Spende ihr Ziel erreicht.

Quelle: RP
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