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Emmerich
Spatenstich für die neue Polizeiwache

Emmerich: Spatenstich für die neue Polizeiwache
Die Bürgermeister Christoph Gerwers (Rees) und Peter Hinze (Emmerich) griffen gestern zusammen mit Landrat Wolfgang Spreen, Bauherr Rainer Verhoeven und Kreis-Polizeidirektor Günter Lange für den symbolischen Spatenstich zur Schüppe. FOTO: van Offern Markus
Emmerich. In gut einem Jahr wird sie bezugsfertig sein - die neue Emmericher Wache am Großen Wall. Etwa 50 Beamte sollen hier Platz finden. Bauherr und Vermieter ist Thyssen-Krupp-Finanzchef Rainer Verhoeven zusammen mit seiner Frau Petra. Von Markus Balser

Für Helmut te Laak ist es ein bisschen gewöhnungsbedürftig: Es ist gar nicht so lange her, da hat der Emmericher noch selbst in der aus den 1950er Jahren stammenden Villa am Großen Wall 52 gewohnt. Jetzt ist von dem Gebäude nichts mehr zu sehen. Das über 4000 Quadratmeter große Gelände ist bereits zur Baustelle geworden. Gestern erfolgte dort der erste Spatenstich für ein Projekt, das im kommenden Jahr bezugsfertig sein soll - die neue Emmericher Polizeiwache.

Der alte Standort am Geistmarkt ist schon längst nicht mehr zeitgemäß. Seit fünf Jahrzehnten residiert dort die Polizei, die bereits seit langem auf der Suche nach einer geeigneteren Bleibe war. Sie wurde im letzten Jahr in einem nationalen Ausschreibungsverfahren mit dem Areal am Großen Wall gefunden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Manfred Jacobi werden dort gut 50 Beamte und Mitarbeiter Platz finden. Insgesamt stehen ihnen 200 Quadratmeter mehr als bisher zur Verfügung. Zwei Zufahrten wird es geben, dazu Stellplätze für 29 Pkw. In dem zweigeschossigen Bau werden in der ersten Etage Verkehrs- und Kriminalkommissariat untergebracht, im Erdgeschoss die Wache und die Gewahrsamszellen. "Gefahrenpunkte wie eine Treppe, die wir am alten Standort noch haben, fallen dadurch weg", so Jacobi.

Bauherr und Vermieter des Objekts ist Thyssen-Krupp-Finanzchef Rainer Verhoeven zusammen mit seiner Frau Petra. Das Stadtschützenkönigspaar aus dem Jahr 2009 lebte dort selbst einige Jahre zusammen mit seinen Kindern und Schwiegervater Helmut te Laak. Da die Verhoevens beruflich bedingt oft ins Ausland mussten, war das Anwesen für eine Person letztlich zu groß. Durch einen Zeitungsartikel waren sie jedoch auf die Immobiliensuche der Kreispolizeibehörde aufmerksam geworden, warfen ihren Hut in den Ring und erhielten schließlich den Zuschlag. Wie viel für das Projekt, an dessen Finanzierung auch die Sparkasse beteiligt ist, investiert wird, gibt Rainer Verhoeven nicht preis. Nur so viel: "Es ist eine ordentliche Summe, die für einen Privatmann sicher unüblich ist."

Das Objekt, das von der Firma Imetaal Industriebau aus Gendringen/NL gebaut wird, wird zunächst auf 15 Jahre an die Polizei vermietet, mit der Option auf weitere fünf Jahre. Das wiederrum ist gar nicht unüblich, wie Landrat Wolfgang Spreen erklärte: "Es ist Strategie des Landes, solche Gebäude nicht selbst zu bauen, sondern anzumieten." Er freute sich, dass "wir nach vielen Jahren des Wollens nun endlich auch zum Können gekommen sind" und griff anschließend zusammen mit den Bürgermeistern Peter Hinze und Christoph Gerwers, dem leitenden Kreis-Polizeidirektor Günter Lange und Rainer Verhoeven zur Schüppe für den symbolischen Spatenstich.

Quelle: RP
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