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Rees
SPD kritisiert Informationspolitik

Rees. Reeser Welle: Sozialdemokraten wollen die geplante Auskiesung ablehnen, weil sie einem neuen Antrag zu Grunde liege.

Wenn sich am kommenden Dienstag, 5. April, der Ausschuss für Umwelt, Planen, Bau und Vergabe mit der Abgrabung "Reeser Welle" beschäftigt (die RP berichtete), dürfte es wohl ein paar deutliche Worte der Sozialdemokraten in Richtung Stadtverwaltung geben. Kritik am Rathaus übte jetzt jedenfalls schon einmal SPD-Geschäftsführer Harry Schulz, der die Informationspolitik der Stadt in puncto "Reeser Welle" aufs Korn nahm.

Eine einfache Mitteilung wie sie Ende Februar im Reeser Amtsblatt erfolgte, reiche nicht aus, um die Bevölkerung ausreichend zu informieren, so Schulz in einer Pressemitteilung. Bei der SPD seien bereits viele Anrufe Betroffener eingegangen, die nun wissen wollten, wie es weiter ginge. Schulz stellte indes klar, dass die Schaffung eines Yachthafens nicht das politische Ziel der Reeser SPD sei: "Wir lehnen es ab, nur für dieses Ziel neue Wasserflächen zu schaffen und durch neue Aufschüttungen das Poldergebiet um zwei Prozent zu verkleinern." Der Polder Reeserward/ Grietherbusch habe ein Gesamtvolumen von 25 Millionen Kubikmeter und werde durch die Abgrabung um 469.000 Kubikmeter verkleinert.

"Wir sind für die Sicherheit der Bevölkerung durch einen optimalen Hochwasserschutz und lehnen die Verkleinerung des Poldergebietes ab", so Schulz weiter, der betont, dass sich die SPD bereits im Jahr 2004 dafür ausgesprochen hatte, keine weiteren Abgrabungen auf Reeser Stadtgebiet zu befürworten, wenn ihnen ein neuer Antrag zugrunde liegt. Und dies sei bei den aktuellen Plänen der Fall. Anders sieht das die Stadtverwaltung, die darauf verweist, dass im Jahr 2004 die Reeser Welle ausdrücklich als Planungsvorhaben im Ratsbeschluss erwähnt worden sei.

Wer sich über das Vorhaben genauer informieren will: Die Pläne der Firmen Holemans und Hülskens liegen noch bis Mittwoch, 6. April, im Rathaus (Raum 109) aus. Einzusehen sind sie von jedermann zu den Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 12 sowie von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr.

Einwendungen müssen spätestens bis zum 20. April im Rathaus oder bei der Kreisverwaltung Kleve, Fachbereich Technik, erhoben werden.

(bal)
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