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Rees
SPD: Landrat gegen Gutachten zur Reeser Welle

Rees. Kreisverwaltung geht davon aus, dass kein Sachverstand von außerhalb geholten werden muss.

Der Landrat des Kreises Kleve, Wolfgang Spreen (CDU), lehnt das von der SPD-Kreistagsfraktion Kleve im Rahmen der Haushaltsberatungen des Kreises Kleve geforderte unabhängige hydrologische Gutachten zum geplanten Abgrabungsvorhaben "Reeser Welle" ab. Das hat die SPD erklärt.

Der SPD-Antrag soll nach dem Willen des Landrates abgelehnt werden, weil der Antragsteller alle notwendigen Unterlagen beibringen müsse. Eine "qualifizierte Prüfung" des Vorhabens durch den Kreis Kleve ist gewährleistet", schreibt der Landrat in seiner ablehnenden Stellungnahme zum SPD-Antrag.

"Die Reeser SPD, die Reeser CDU, der Bauausschuss der Stadt Rees, die Initiative "EDEN" und die Bürgerinnen und Bürger in Esserden und Rees haben erhebliche Zweifel, an den bisher eingereichten Unterlagen der Kiesindustrie, nur der Landrat offenbar nicht", erklärt Peter Friedmann, Reeser SPD-Kreistagsmitglied, der die ablehnende Haltung des Landrates kritisiert und auch auf Unterstützung durch die Reeser CDU-Kreistagsmitglieder Andre Fenger und Robert Klinkhammer setzt. "Der Kreis Kleve muss sichergehen, dass durch die geplante Kiesabgrabung keine Gefahren für die angrenzende Bevölkerung oder die Deiche bestehen. Deshalb muss die bestmögliche Prüfung garantiert werden. Vor allem, wenn es sich um das größte und komplizierteste Abgrabungsprojekt handelt, dass der Kreis Kleve bisher durchgeführt hat. Der Landrat wäre deshalb gut beraten, externen Sachverstand einzuholen", ergänzt Jürgen Franken, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Kleve.

Am 1. März wird der Kreisausschuss über den Antrag der SPD für ein unabhängiges hydrologisches Gutachten zur "Reeser Welle" abstimmen. Der Kreistag verabschiedet den Gesamthaushalt am 15. März.

Quelle: RP
 
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