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Emmerich
SPD soll auf BGE-Wähler schielen

Emmerich. Tag der Arbeit: Landtagsabgeordneter Norbert Killewald lotet in Emmerich Wählerpotenziale aus.

Emotional, aber auch mahnend schwörte Norbert Killewald, Vorsitzender der SPD im Kreis Kleve sowie NRW-Landtagsabgeordneter, die Genossen zum Tag der Arbeit beim Franz in Emmerich ein. Knapp 40 Zuhörer wohnten dem traditionellen 1. Mai-Treffen bei: "Wer regiert, muss Kompromisse schließen. Und das muss die Partei auch mittragen", lautete die Kernaussage des Kevelaerers.

Killewald erinnerte daran, woher die SPD kommt: "Wir feiern den 1. Mai als Schulterschluss zwischen SPD und den Gewerkschaften." In den vergangenen zehn Jahren hätten die Gewerkschaften auch kritisch hinterfragt, ob dies denn noch gelte. Killewald erinnerte an wichtige Errungenschaften der Sozialdemokratie. Der Mindestlohn, den die SPD in der Großen Koalition in Berlin erzwungen habe, dürfe als Meilenstein gesehen werden.

Ob Berlin, Düsseldorf oder seit der Wahl Peter Hinzes zum Bürgermeister auch Emmerich - es gelte stets, wer regiert, müsse Kompromisse schließen können. Dabei gelte es, sich seiner Grundsätze stets zu erinnern: Nähe zur Arbeitnehmerschaft mit den Grundsätzen Gleichberechtigung und Solidarität.

Mit Blick auf Emmerich schoss sich Killewald auf die Bürgergemeinschaft (BGE) ein. Hier sieht er Wählerpotenzial für die SPD. Gerade weil sich die BGE derzeit sehr zerstritten zeige, müsse die SPD mit Geschlossenheit und Glaubwürdigkeit überzeugen. "Zeigt, wer ihr seid!", mahnte Killewald. Man werde die Emmericher SPD beobachten, wie sie den eigenen Bürgermeister unterstützt. Deshalb sei es wichtig, ihn auch zu unterstützen, wenn Hinze mal Kompromisse eingehen müsse.

(mavi)
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