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Lokalsport
1. FC Kleve: Die zehn Minuten des Pierre Wetzels'

Kleve. Fußball-Landesliga: Der 1. FC Kleve bezwang den Duisburger SV 1900 mit 1:0. Der Treffer fiel in der 93. Spielminute. Von Reinhard Pösel

Die Verantwortlichen des 1. FC Kleve, der den Duisburger SV 1900 mit 1:0 (0:0) bezwang und damit in der Relegation antreten darf, hatten ein feines Gespür dafür, das alles entscheidende letzte Meisterschaftsspiel ihrer Landesliga-Mannschaft zu einem Fußballfest zu machen. So erhielt am Eingang jeder Zuschauer ein lärmendes Fan-Utensil in den Vereinsfarben, mit dem die Mannschaft während des Spiels angefeuert werden sollte. Dazu gab es jede Menge Jugendspieler, da vor dem Anpfiff der erfolgreiche Klever Nachwuchs in den unterschiedlichen Altersklassen für ihre meisterlichen Leistungen geehrt wurde.

Schließlich waren 800 Zuschauer Augenzeugen des Spiels zwischen dem 1. FC Kleve und dem Duisburger SV. Nur ein Sieg half den Gastgebern weiter. Wer gestern eine mitspielende Duisburger Elf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Trainer Ralf Kessen hatte seine Mannschaft extrem defensiv ausgerichtet aufs Feld geschickt. Die immens große Klever Aufgabe hieß gestern, wie man zwischen die eng gezogenen gegnerischen Räume kommen sollte. Auf der anderen Seite musste die Heimmannschaft hellwach sein, um nicht durch einen der schnell angelegten Gegenstöße einen Treffer zu kassieren. Gute Chancen dazu waren für den DSV einige da, dessen Spieler sie jedoch ungenutzt ließen.

In erster Linie gefielen sich die Fußballer aus der Stadt Montan darin, dem Gegner vor dem eigenen Tor so schwer wie möglich zu machen. Als Kleve im weiteren Spielverlauf die eigene Abwehrarbeit immer mehr lockerte, um dem Angriffsspiel noch größeren Druck zu verleihen, rückte DSV-KeeperMuhammes Sadiklar ein um das andere Mal mit sehr guten Reaktionen in den Mittelpunkt. Je länger das Spiel dauerte, um so mehr schwand die Hoffnung, dass der Ball doch einmal in den Duisburger Maschen einschlagen sollte. Pascal Hühner, Fabio Forster, Heinz-Josef Peters, Levon Kurikciyan und Niklas Klein-Wiele nahmen den Duisburger Kasten unter Beschuss, doch mit jeder vereitelten Torchance wuchs die Verzweiflung unter den Klever Spielern und Zuschauern. Ein beinahe schon unerträgliche Spannung legte sich auf die Sportanlage. FC-Trainer Thomas von Kuczkowski schöpfte sein Wechselkontingent voll aus. Als Letzter kam Pierre Wetzels in der 82. Spielminute auf den Rasen. Und eben dieser Spieler war es, der zehn Minuten später eine Flanke von Lukas Erhradt hinter die Duisburger Abwehr aufnahm und mit dem Innenrist aus halblinker Position zum erlösenden Klever 1:0 in die gegnerischen Maschen drosch. Wenig später war er dann auch der Erste, der mit Doppel-Gelb vom Feld geschickt wurde. Die erste Karte erhielt er fürs Trikotausziehen beim Jubeln, die zweite für ein Foulspiel unterhalb der Tribüne.

1. FC Kleve: Horsmann - Buttgereit (82. Wetzels), Braun, Forster, Hühner, Rybacki (46. Maehouat), Ehrhardt, Terfloth (60. Gazarjan) , Peters, Kurikciyan.

Quelle: RP
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