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Lokalsport
1. FC Kleve freut sich auf Pokalkracher gegen Rot-Weiß Essen

Niederrhein. Fußball: Der Landesliga-Spitzenreiter trifft heute ab 19.30 Uhr in der zweiten Runde des Niederrheinpokals auf den Regionalligisten.

Jupp Tenhagen erfüllte den großen Wunsch von Umut Akpinar. Der Trainer des 1. FC Kleve war einen Tag vor der Auslosung der zweiten Runde des Niederrheinpokals in Emmerich im Sportgeschäft des ehemaligen Nationalspielers und bat Tenhagen, der die Lose zog, darum, dem FC eine Heimpartie gegen Rot-Weiß Essen zu bescheren. Das klappte. Der Landesligist erwartet im Pokal heute ab 19.30 Uhr den Traditionsclub aus dem Ruhrgebiet im Stadion am Bresserberg.

Auf drei Akteure wird Akpinar heute Abend verzichten müssen: Jannis Altgen (Ellenbogenoperation), Torwart Ahmet Taner (Schleimbeutelentzündung im Arm) und Otmar Maehouat (Urlaub). Ansonsten sind auf Klever Seite alle Mann an Bord. "Auf uns wartet mit Essen eine große Herausforderung", sagt Akpinar, der seine Mannschaft gegen den Tabellenzwölften der Regionalliga West verständlicherweise als "Außenseiter" sieht. Dieser Einstufung sollte niemand etwas entgegenzusetzen haben. Es sei denn, man steht als Trainer des 1. FC Kleve in der Verantwortung und ist lange genug in unterschiedlicher Funktion im Geschäft des Fußballs dabei. "Es ist Pokal. Da weiß man bei nur einem Spiel nie, was passiert", so Akpinar, der sich gemeinsam mit seinen Spielern und Trainerkollegen "auf diesen besonderen Abend bei Flutlicht und einer hoffentlich großen Kulisse" freut.

An der Spielausrichtung seiner Mannschaft werde der A-Lizenzinhaber großartig nichts ändern. "Wir haben unseren Stil, und den werden wir auch gegen Essen anzubringen versuchen", erklärt Akpinar und ergänzt "unter Beachtung der Stärken des Gegners". Der Klever Coach versichert, dass man über die Stärken, aber auch die Schwächen des Gegners Bescheid wüsste. Ob durch Spielbebachtung oder auf anderem Wege wollte Akpinar nicht verraten. Nur so viel sagte er: "Wir haben unsere Quellen." Und damit sind bestimmt nicht die Informationen gemeint, die jedem mit einem schnellen Klick ins Netz offen stehen.

Nach sechs Spieltagen tut sich Rot-Weiß Essen in der Liga noch schwer. Einem Sieg und drei Unentschieden stehen zwei Niederlagen gegenüber. Mit 13 selbst erzielten Toren gehört der Angriff der Rot-Weißen zu den besten Offensivreihen der Liga, allerdings bekleidet die Abwehr des Ruhrpottteams derzeit auch einen allerdings unrühmlichen Spitzenwert unter den 18 Viertliga-Teams. Keine Mannschaft musste bisher mehr Gegentore einstecken (14).

Was das bedeutet? Nicht viel, sagen die einen. Vielleicht geht da ja doch etwas, sagen andere. Und bieten Klever Spieler wie Levon Kürkciyan oder Pascal Hühner argumentativ auf, die mit ihrer Schnelligkeit und technischem Vermögen jederzeit in der Lage sind, eine nicht ganz sattelfeste Defensivreihe aufzumischen. Die dazu benötigten Absender für die Schnittstellenpässe gibt es in Klever Reihen zu Genüge.

(poe)
 
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