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1. FC Kleve gleicht mit viel Willen zwei Mal aus

Lokalsport: 1. FC Kleve gleicht mit viel Willen zwei Mal aus
So wie im letzten Heimspiel der Klever gegen Niederwenigern nahm auch gestern bei Sterkrade-Nord der Klever Mike Terfloth (Mitte) die Zweikämpfe an. Zudem gelang ihm der Treffer zum 3:3-Ausgleich. FOTO: Stade
Niederrhein. Fußball-Landesliga: Der Tabellenführer um Trainer Umut Akpinar trennt sich auswärts von der Spvgg. Sterkrade-Nord 3:3. Von Reinhard Pösel

Nach vier Spielen ohne Punktverlust hat es nun auch den 1. FC Kleve erwischt. Im Oberhausener Stadtteil Schmachtendorf musste sich die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar gegen die Spvgg. Sterkrade-Nord mit einem 3:3 (1:2) begnügen. Zweimal in diesem Duell liefen die Rot-Blauen gegen einen spielerisch wie kämpferisch überzeugenden Gegner einem Rückstand hinter.

Beim Seitenwechsel konnte der 1. FC Kleve darüber froh gewesen sein, nur 1:2 hinten gelegen zu haben. Markus Kowalczyk, Trainer der Nordler, bemängelte, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht mehr aus ihren Möglichkeiten gemacht hat. "Da hätten wir den Sack schon zumachen müssen", sagte der Übungsleiter, der einen weiteren Grund für das Remis in der seiner Ansicht schlechten Leistung des Schiedsrichters sah, den er als "12. Mann der Klever" bezeichnete.

FC-Abwehrchef Nedzad Dragovic hatte in der siebten Spielminute einen umstrittenen Handelfmeter zur Klever Führung verwandelt. Lange Freude hatten die Rot-Blauen daran jedoch nicht. Denn noch in derselben Minute überwand Außenverteidiger Oguzhan Cuhaci bei einem seiner Vorstöße FC-Keeper Raven Olschewski, der den mit einer Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen außer Kraft gesetzten Ahmet Taner vertrat. "Meine Mannschaft hat einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekommen", kritisierte Trainer Akpinar den Fußball seiner Elf, die offensichtlich über das Auftreten und Pressing der Sterkrader überrascht schien. Aber die Klever überließen dem Gegner auch zu viele Räume und durften sich deshalb auch nicht darüber wundern, dass einer der zahlreichen Angriffe der Nordler drei Minuten vor dem Seitenwechsel zum 1:2-Rückstand einschlug. Ein Angriff über die rechte Seite fand im Klever Abwehrzentrum Tom Mattern, der den Ball unbedrängt mit dem Kopf in die Maschen des Klever Tores köpfte.

Nach der Pause legten die FC-Kicker den Hebel um. Sie besetzten die Räume besser und nahmen die Zweikämpfe an. Zudem operierten sie anders als noch in der ersten Halbzeit nicht ausschließlich mit langen Beinen, sondern versuchten ihre Offensivaktionen mit Tempo zu versehen. Die erste Belohnung dafür gab es in der 55. Minute, als der zur Pause eingewechselte Pascal Hühner einen in die Schnittstelle der Abwehr geschlagenen Ball aufnahm und ihn in die Mitte legte. Dort kam er schließlich zu Levon Kürkciyan, der das Spielgerät zum 2:2 über die Linie beförderte.

Doch Kleve konnte nicht nachfassen. Das lag auch an den über die Außen vorgetragenen Offensivaktionen der Nordler, die die Klever Abwehr vor Probleme stellte. Auch schalteten die Gastgeber bei den zweiten Bällen häufig schneller. So auch in der 70. Minute, als es abermals der Sterkrader Tom Mattern war, der eine Flanke zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung seiner Mannschaft verwertete.

"Wir benötigten danach zwar etwas Zeit, um dem Spiel wieder den Stempel aufzudrücken", sagte FC-Trainer Akpinar, der aber von dem Willen seiner Spieler beeindruckt war, die drohende Niederlage unter allen Umständen abwenden zu wollen. In der 76. Minute gelang Mike Terfloth nach einer feinen Ballstafette über Niklas Klein-Wiele und Lukas Ehrhardt der 3:3-Ausgleichstreffer.

In der Schlussviertelstunde der Begegnung hatten dann beide Mannschaften gute Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entschieden. Die größere Anzahl lag allerdings beim 1. FC Kleve. Von daher darf sich Trainer Akpinar über zwei verlorene Punkte ärgern, freuen jedoch sollte er sich darüber, dass die nun wirklich nicht überzeugende Leistung seiner Mannschaft im ersten Durchgang keinen deutlicheren Flurschaden hinterließ.

Quelle: RP
 
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