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Lokalsport
1. FC Kleve hat es mit dem PSV Wesel zu tun

Niederrhein. Fußball: Der Landesligist möchte seine Tabellenführung im Heimspiel am Sonntag ausbauen.

"Wenn es läuft, dann läuft es", würden Spieler, Verantwortliche und Anhänger des 1. FC Kleve aktuell wohl kollektiv unterschreiben. Mit dem Rückenwind von fünf Siegen in Folge thront der Fußball-Landesligist von Trainer Umut Akpinar unangefochten an der Tabellenspitze.

Nach beeindruckenden Siegen gegen Kray und Scherpenberg landete der Klassenprimus am vergangenen Wochenende auch noch einen Arbeitssieg gegen Sonsbeck, der für die Moral wichtig war: "Es war ein sehr umkämpfter Sieg in Sonsbeck, der uns mit einem sehr guten Gefühl in die neue Trainingswoche hat gehen lassen. Nun aber fokussieren wir uns voll auf den PSV Wesel", sagt Akpinar. Am Sonntag sind die Weseler um 15 Uhr zu Gast.

Während die Klever in der Hinrunde mit dem PSV noch auf den Tabellenletzten traf, steht der bevorstehende Gegner nun auf dem zehnten Platz und hat sich im Mittelfeld etabliert. Ein Blick auf die vergangenen Spiele verrät, dass das Team von Björn Assfelder in guter Form ist. Zwar verlor es unter der Woche im Nachholspiel gegen den FC Kray mit 2:4, zuvor aber gelangen ihm drei überzeugende Siege gegen den Duisburger SV, Arminia Klosterhardt und gegen den FSV Duisburg. Damit leisteten die Weseler dem 1. FC Kleve Schützenhilfe beim Ausbau der Tabellenführung. Im Hinspiel hingegen hatte der Gastgeber gegen einen kriselnden Gegner gespielt.

Zuvor verlor der PSV in zehn Spielen sieben Mal, nach dem 2:2 gegen die Klever aber ging der Blick wieder nach oben. Damals führte der Gastgeber früh, ehe Tim Haal und Nedzad Dragovic mit einem Doppelschlag für die zwischenzeitliche Wende sorgten. Der Ausgleich in der 52. Minute setzte den Schlusspunkt hinter ein umkämpftes Spiel. "Im Hinspiel haben wir schlecht angefangen. Nachdem wir die Partie dann gedreht hatten, hätten wir den Sack mit dem 3:1 zumachen müssen. Das gelang uns nicht und letztendlich hatten wir noch Glück, dass wir nicht verloren haben", sagt Umut Akpinar. "Gerade der PSV Wesel bestätigt meine Einstellung, dass wirklich jeder Gegner in der Landesliga ein sehr guter ist. Wir brauchen unsere beste Leitung. Aber zu Hause wollen wir natürlich gewinnen."

Mit dem PSV duelliert sich der Tabellenerste mit einem Verein, der auf große Kontinuität setzt. Björn Assfelder sitzt seit der Saison 2011/12 auf der Trainerbank, viele weitere Leistungsträger tragen das grün-weiße Trikot ebenfalls schon seit vielen Jahren. Große Sorgen muss sich die Heimmannschaft aber mit Blick auf die gegnerische Angriffsreihe nicht machen. Top-Torschützen sind Admir Begic und Bastian Rupsch mit mageren fünf Toren.

Ein Sieg dürfte auch der Erwartungshaltung des Klever Publikums entsprechen, das dem Aufstieg entgegenfiebert. Zwar kann der FC sich des Aufstiegs noch nicht sicher sein, da die Verfolger Nachholspiele auf dem Programm haben und auch die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga noch unklar ist. Doch wenn Kleve weiterhin Leistungen wie in den vorigen Wochen abliefert, dürfte es unmöglich sein, die Mannschaft noch einzuholen. Im Gegenzug dazu ist die personelle Lage keineswegs rosig.

So kommt zwar Abdullo Saidov von seiner Sperre zurück, doch die Einsätze weiterer Leistungsträger sind fraglich. "Wir wollen absolut kein Risiko bei Niklas Klein-Wiele eingehen, dennoch wünschen wir uns ihn natürlich zurück auf dem Feld", sagt der Coach. Zudem wird Nicola Mölders auf unbestimmte Zeit wegen einer Knöchel-Absplitterung ausfallen.

(mo)
 
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