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Lokalsport
1:3 - SV Hö.Nie. kaum zu retten

Niederrhein. Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel-Niedermörmter verliert die Heimpartie gegen die SSVg. Velbert und wird den Abstieg nun kaum noch verhindern können. Von Hans-Gerd Schouten

Die kommenden Oberliga-Saison wird wahrscheinlich ohne den SV Hönnepel-Niedermörmter stattfinden. Am viertletzten Spieltag kassierte die Mannschaft von "Schorsch" Mewes auf dem heimischen "Acker" eine bittere 1:3-Niederlage gegen die Spielvereinigung Velbert und hat jetzt fünf Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. In den drei Heimspielen der Woche gab es nur einen Punkt, vermutlich zu wenig, um die Klasse zu halten.

Bereits nach drei Minuten hätten die Schwarz-Gelben in Rückstand geraten können. Marvin Grumann setzte die Kugel an den Außenpfosten, Martin Hauffe hätte nicht die geringste Abwehrchance gehabt. Auf der anderen Seite war ein Flachschuss von Tim Seidel zu harmlos, so dass Philipp Sprenger mühelos aufnehmen konnte (6.).

Velbert zeigte von Beginn an, dass man keine Geschenke verteilen wollte und zog nach einer Viertelstunde in Front. Julien Rybacki tauchte plötzlich mutterseelenallein vor dem Tor auf und hatte keine Mühe, den Ball aus wenigen Metern ins Tor zu schieben. Die Gäste bestimmten weiter das Geschehen, Hö.-Nie. hatte zwei Freistoßchancen durch Ajdin Mehinovic, die aber nichts einbrachten. Ansonsten behielt Velbert das Spiel unter Kontrolle und konnte nach 31 Minuten erhöhen. Nach einer Linksflanke von Patrick Adam Dytko stand Rybacki am zweiten Pfosten ganz frei und hatte wenig Mühe, den zweiten Treffer zu erzielen. Die Abwehr der Hausherren war in dieser Szene gar nicht zu sehen.

Nach 33 Minuten fasste sich Florian Girnth endlich einmal ein Herz und prüfte Sprenger, der zur Ecke klären konnte. Fünf Minuten vor dem Pausentee wagte Seidel eine Volleyabnahme, knapp strich der Ball über den Querbalken. So blieb es bei einer auch in der Höhe verdienten Führung für die Bergischen, die hingegen auch wenig Gegenwehr zu ertragen hatten.

Mit frischem Mut startete der SV in den zweiten Durchgang, wurde aber schon drei Minuten nach Wiederbeginn aus den letzten Siegesträumen gerissen. Nach einem Steilpass aus der eigenen Hälfte strebte Keisuke Ota allein dem Tor zu und hatte wenig Mühe, Hauffe mit einem Heber zum dritten Mal zu überwinden. "Schorsch" Mewes war bedient und setzte sich frustriert auf die Reservebank.

Die Gästemannschaft von Mircea Onisemiuc lehnte sich auf Grund des komfortablen Vorsprungs zurück und wartete auf Fehler des SV, der den letzten Willen vermissen ließ, dem Spiel vielleicht doch noch eine Wende zu geben. Die Partie hatte nur noch freundschaftlichen Charakter. Velbert konnte nach Belieben schalten und walten, weil es Hö.-Nie. mit der Deckungsarbeit nicht mehr sehr ernst nahm.

Das Mewes-Team erspielte sich eine optische Überlegenheit und hatte Pech, dass Luca Thuyl nur den Innenpfosten traf (73.). Dreimal in Folge hatte dann Girnth das Anschlusstor auf Fuß und Kopf, doch selbst aus kürzester Entfernung brachte er das Spielgerät nicht über die Linie. Die Velberter beschränkten sich darauf, den dreifachen Punktgewinn ins Ziel zu schaukeln. Trotz Hö.-Nie.-Überlegenheit hatte der Gast die Partie sicher im Griff. Am Ende sollte es doch noch mit dem Ehrentor klappen. Thuyl nahm den Ball nach einem Pass aus dem Mittelfeld mit und schlenzte ihn unhaltbar in die lange Ecke. Mewes nach dem Abpfiff enttäuscht: "In der ersten Hälfte waren wir ganz schlecht. Nach der Pause war die Leistung in Ordnung, wir hatten genügend Chancen."

SV Hö.-Nie.: Hauffe, Bayram (79. Kaczmarek), Borutzki, Dragovic, Weiß, Boldt, Seidel, Mehinovic, Amler (70. Staude), Girnth, Thuyl.

SSVg. Velbert 02: Sprenger, Claus, Andersen, Schlösser, Kehrmann, Dytko (85. Zent), Sealiti, Ota (56. Benkarit), Grumann, Tumanan.

Beim SV Hö.-Nie. gibt es inzwischen einen Beirat, der aus Alexander Kehrmann sowie Herbert und Mario van Bebber besteht. Er soll den Vorstand unterstützen und beraten.

Quelle: RP
 
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