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Lokalsport
Absteiger Wesel setzt auf die Jugend

Niederrhein. Badminton: Am Wochenende die vorerst letzten Auftritte in der Zweiten Liga.

Die beiden vorerst letzten Auftritte in der Zweiten Badminton-Bundesliga stehen für den Absteiger BV Wesel RW an. Am Samstag gastiert das punktlose Schlusslicht beim BV Gifhorn, am Sonntag kommt die SG EBT Berlin in die Rundsporthalle. Doch der Blick geht bereits viel weiter voraus. Die Hansestädter haben ihre Mannschaft für die kommende Spielzeit in der Regionalliga formiert und auch die Trainerfrage beantwortet.

"Wir werden mit Rainer Diehl hoffentlich ab Juli erstmals einen hauptamtlichen Trainer beschäftigen und dann erst der vierte Verein in Deutschland sein, der diesen Schritt geht", sagt der zweite Vorsitzende Andreas Ruth: "Dass wir ihm die Verantwortung für den gesamten Trainingsbereich übertragen, ist von uns aus beschlossene Sache. Es sind noch letzte Details bei der Finanzierung zu klären."

Geld einsparen wird der Verein auch beim Personal. So ist die Zeit, in denen Ausländer für die Partien eingeflogen werden, vorbei. Als einziger Ausländer bleibt Tim Vaessen. Der Niederländer zählt in seinem sechsten Jahr in Wesel nun auch als "Badminton-Deutscher." Ella Diehl wird nach ihrer zweiten Babypause zwar ihr Comeback feiern, anschließend wird die Ehefrau des künftigen Trainers noch einmal eine neue Herausforderung in der Zweiten oder sogar Ersten Bundesliga annehmen. Zweite Dame neben Annalena Diks wird künftig Judith Petrikowski sein. Die 18-Jährige ist frisch gebackene Deutsche Meisterin im Doppel (mit Yvonne Li) und Mixed (mit Julian Voigt) der U 19 sowie Vizemeisterin im Einzel.

Neben den Routiniers Hukriede (39) und Vaessen (31) spielt bei den Herren weiter Jan-Felix Matulat. Hendrik Waldyk und Tim Fischer rücken aus der Reserve auf. Zu ihren Einsätzen dürfte auch die erst 15-jährige Lena Fischer kommen. "Wir meinen es ernst damit, der Jugend ihre Chance zu geben. Unser Ziel ist es nicht, sofort wieder aufzusteigen, sondern etwas aufzubauen", meint Ruth. "Unsere Jugendarbeit jetzt ist nicht schlecht, was fünf DM-Medaillen unterstreichen."

(an)
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