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Lokalsport
BV wehrt sich tapfer gegen die Favoriten

Wesel. Das Schlusslicht der Zweiten Badminton-Bundesliga verliert die Heimspiele gegen den FC Langenfeld und den TV Emsdetten jeweils deutlich mit 1:7. Der BV Wesel schnuppert in beiden Partien aber durchaus an weiteren Erfolgen. Von Andreas Nohlen

Die beiden Heimspiele des Badminton-Zweitligisten BV Wesel Rot-Weiß waren am Wochenende weitaus enger, als es die beiden Endresultate aussagten. Mit jeweils 1:7 unterlag das damit weiterhin zählerlose Schlusslicht auf seiner Bundesliga-Abschiedstournee dem Spitzenreiter FC Langenfeld und dessen Verfolger TV Emsdetten in der Rundsporthalle.

Auch wenn der Abstieg angesichts von acht Zählern Rückstand bei noch vier ausstehenden Partien rechnerisch immer noch nicht perfekt ist, hat man im Lager der Rot-Weißen mittlerweile aufgehört, auf die Tabelle zu schauen. "Trotzdem haben wir wieder gezeigt, dass die Mannschaft nicht zum Abschuss freigegeben ist. Sonst würden die Gegner wie Emsdetten ja auch nicht in voller Besetzung hier antreten", sagte der stellvertretende BV-Vorsitzende Andreas Ruth.

Allerdings muss er zugeben, dass die Waffen der Weseler Mannschaft mittlerweile stumpfer geworden sind. Gegen den Spitzenreiter aus Langenfeld schaffte es der Tabellenletzte gleich viermal in den dritten Satz, den allerletzten Ballwechsel gewann aber stets der Gegner. Der einzige Punkt aus dieser Partie resultierte aus der verletzungsbedingten Aufgabe der Gäste im ersten Einzel.

"Mein Einzel gegen Langenfeld muss ich eigentlich gewinnen", sagte BV-Routinier Thorsten Hukriede, der an Position zwei gegen Samuel Hsiao in Satz zwei sogar einen Matchball vergab. Gegen Emsdettens Ausdauerspezialisten Mathieu Pohl war Hukriede am Ende völlig platt. "Dafür reicht mein derzeitiges Pensum von zwei Trainingseinheiten einfach nicht aus."

Insgesamt meinte Hukriede zum Wochenende: "In den letzten zwei, drei Jahren standen wir oben und hatten in den entscheidenden Situationen die Leichtigkeit. Jetzt hat sie die Gegner." Und Ruth ergänzte: "Um vier oder fünf Punkte zu holen, müsste es für uns schon optimal laufen. Das tut es derzeit nicht." Trotzdem hatten sich die Langenfelder das Duell des Spitzenreiters gegen das noch punktlose Schlusslicht sicherlich leichter vorgestellt, als es letztlich nur mit 369:334-Spielpunkten zu gewinnen.

Die Partie gegen Emsdetten begann vielversprechend für den BV. Roman Zirnwald und Thorsten Hukriede besiegten Alexander Schmitz/Vasily Kuznetsov mit 21:16, 11:21, 21:16. "Mit dieser Leistung hatte ich nach Samstag nicht mehr gerechnet", sagte Hukriede, der nach wie vor Probleme mit seiner Schulter hat. Doch nach diesem Punktgewinn schafften die Rot-Weißen keinen Erfolg mehr. Am dichtesten dran waren Tim Vaessen und Jan-Felix Matulat, die das zweite Doppel gegen Kalle Koljonen/Mathieu Pohl mit 21:18, 12:21, 19:21 verloren. Das Mixed Roman Zirnwald/Stasa Poznanovic blieb gegen Wienefeld/Kuznetsov beim 17:21, 16:21 unter seinen Möglichkeiten. Wie erwartet wenig zu holen gab es für Youngster Annalena Diks gegen die Spitzenspielerinnen der Gegner.

Quelle: RP
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