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Lokalsport
BV Wesel Rot-Weiß will zurück in die Zweite Liga

Niederrhein. Badminton: Der Regionalligist startet als Titelanwärter Nummer eins in die Saison. Ella Diehl fehlt zum Auftakt in Köln. Von Joachim Schwenk

Thorsten Hukriede unternimmt erst gar nicht den Versuch, sich gegen die Favoritenrolle zu wehren. "Mit dieser Mannschaft kann das Ziel natürlich nur die Meisterschaft sein", sagt der Routinier des BV Wesel Rot-Weiß, der am Samstag, 18.30 Uhr, mit der Partie beim Neuling CfB Köln in die Saison in der Badminton-Regionalliga startet. Der BV hat zwar mit dem Niederländer Tim Vaessen, der kürzertreten möchte, sowie den Youngstern Annalena Diks (BC Beuel), Tim Fischer (STC Solingen) und Judith Petrikowski (BV Mülheim II) vier Spieler verloren. Doch er hat dafür hochkarätigen Ersatz gefunden, der ihn automatisch zum Titelanwärter Nummer eins in der dritthöchsten Klasse macht.

Zum einen schlägt nun der Russe Vasily Kuznetsov als Spitzenspieler bei den Rot-Weißen auf. Der 28-Jährige war in der vergangenen Saison die Nummer eins des TV Emsdetten in der Zweiten Liga und blieb dort ohne Niederlage. Zum anderen kann der BV Wesel wieder auf voll Ella Diehl, die einmal die Nummer neun der Weltrangliste war, bauen. Sie hatte nach der Geburt ihres zweiten Kindes in der vergangenen Spielzeit schon ab und an ausgeholfen. Außerdem gehören Thorsten Hukriede, Jan-Felix Matulat, Hendrik Waldyk, Tobias Göbeler, Lena Fischer und Steffi Ruberg zum Aufgebot der Mannschaft, die ausgezeichnete Chancen auf die Rückkehr in die Zweite Liga hat, aus der das Team 2016 abgestiegen ist. "Wenn wir in Bestbesetzung sind, dürften wir kaum zu schlagen sein", sagt der 41-jährige Hukriede, der im Einzel an Position zwei ebenso wie Kuznetsov und Diehl eine Bank sein sollte.

In den ersten beiden Begegnungen in Köln und gegen den BC Phönix Hövelhof (23. September) muss der BV Wesel allerdings auf Ella Diehl verzichten. Die 39-Jährige, die 2010 bei der Europameisterschaft die Bronzemedaille gewonnen hat, fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Die Verletzung hat sie beim Jugendcamp der Rot-Weißen auf Norderney erlitten, das sie mit ihrem Mann Rainer Diehl, der als Trainer bei den Rot-Weißen arbeitet, leitete. Für Ella Diehl wird Michaela Hukriede im Einzel und im Doppel mit Eigengewächs Lena Fischer spielen. "Und sie ist bestimmt nicht chancenlos", sagt Thorsten Hukriede.

Deshalb rechnet der Routinier auch damit, dass der BV mit einem Erfolg in die Saison starten wird, obwohl am Samstag in Doppel-Spezialist Tobias Göbeler (Urlaub) ein weiterer Akteur mit Zweitliga-Erfahrung nicht dabei ist. "Der CfB Köln ist zwar der einzige der fünf Aufsteiger in unserer Liga, der sich verstärkt hat. Trotzdem sollte das eine lösbare Aufgabe für uns sein", sagt Hukriede.

Quelle: RP
 
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