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Lokalsport
BW Dingden kann Klassenerhalt perfekt machen

Niederrhein. Volleyball: Bei einem Sieg des Zweitligisten beim RC Sorpesee ist auch rechnerisch alles perfekt. Betting bleibt gelassen.

Am Samstagabend könnte "ein Traum" - so formuliert es Trainer Olaf Betting - Realität werden. Siegen seine Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden in dem um 19 Uhr beginnenden Spiel beim RC Sorpesee mindestens mit 3:1, dann ist für den Neuling bereits fünf Spieltage vor dem Saisonende der Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt. 14 Zähler liegen die Blau-Weißen vor Sorpesee, das den ersten Abstiegsplatz einnimmt. Im Idealfall können daraus 17 werden, nur 15 Punkte sind bis zum 2. April noch zu vergeben. "Wir gehen da erst einmal gelassen heran", sagt der Coach vor der Partie im Sauerland.

Diese Gelassenheit haben sich die Dingdenerinnen in den zurückliegenden knapp vier Monaten hart erarbeitet. Sieben Siege brachten sie auf ihr Konto, für den Mit-Aufsteiger Sorpesee reichte es gerade mal zu drei Erfolgen. "Klar liegt die Favoritenrolle bei uns", weiß denn auch Olaf Betting. Doch der 50-Jährige bleibt seinem vorsichtigen Naturell treu. So peilt er erst einmal einen Punkt an, um Sorpesee weiterhin auf Distanz zu halten. "Ich will vermeiden, dass wir uns zu sehr unter Druck setzen."

Dieser sollte auch eher bei den Gastgeberinnen liegen. "Sorpesee steht unter Zugzwang, denn es ist die letzte Chance", sagt Betting. Dabei vertritt er weiterhin die Ansicht, dass die Tabelle nicht das wahre Leistungsvermögen Sorpesees widerspiegelt. Außerdem findet der Dingdener Übungsleiter lobende Worte für das Publikum des Gastgebers. "Das ist schon klasse. Und natürlich ist die Motivation groß, vor vollen Rängen zu spielen. Das macht einfach noch einmal mehr Spaß."

Und der, so hofft Betting, sollte nach dem letzten Ballwechsel für sein Team besonders groß sein. Dann könnten auch bereits in der kommenden Woche mit dem Spielerinnen im Hinblick auf die neue Saison Gespräche geführt werden. Denn dieses Thema wollen die Blau-Weißen erst angehen, wenn auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt sind.

Selbst wenn nach Sorpesee der Deckel noch nicht drauf sein sollte, Olaf Betting bleibt ganz gelassen. "Wir haben ja noch etliche Möglichkeiten." Außerdem erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass ein Team, das in bisher 18 Begegnungen nur dreimal erfolgreich war, plötzlich einen Siegeszug in der Liga startet.

Im Gegensatz zum letzten Spiel, als es zu Hause ein 2:3 gegen SCU Emlichheim gab, ist das Team aus Sorpesee den Dingdenerinnen körperlich nicht überlegen. Den meisten Respekt hat Olaf Betting vor der Diagonalangreiferin Lena Vedder. "Wenn wir sie aus dem Spiel nehmen können, dann ist das schon die halbe Miete", so der BWD-Trainer. In zehn der bisher 18 Partien wurde die 20-Jährige zur wichtigsten Spielerin ihres Teams gewählt, bei den Blau-Weißen brachte es übrigens Katrin Kappmeyer auf elf Nominierungen.

Zum Gastspiel in Sorpesee tritt BWD mit 13 Spielerinnen an. Anna Wißmann (beruflich verhindert) fehlt ebenso wie die erkrankten Simone Winkelmann und Mareen Fieblinger sowie Patricia Langhoff, die allerdings gestern ins Training einstiegen ist.

(R.P.)
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