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Lokalsport
BWD bleibt Volleyball-Zweitligist

Hamminkeln. Blau-Weiß Dingden erfüllt sich den Traum und feiert fünf Spieltage vor dem Saisonende mit dem 3:1-Sieg auswärts gegen den RC Sorpesee den vorzeitigen Klassenerhalt. Von Ralf Pollmann

Samstagabend, 21.04 Uhr, Sporthalle des Schulzentrums in Sundern: Der RC Sorpesee schlägt auf, versucht beim Stand von 20:24 im vierten Satz, den zweiten Matchball abzuwehren. Was dann folgt, beschreibt Olaf Betting so. "Annahme, Zuspiel und ein Angriff wie aus dem Lehrbuch", erzählt der Trainer der Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden. Katrin Kappmeyer macht den Deckel drauf, dann jubeln und tanzen die Blau-Weißen. Mit dem 3:1 (25:20, 23:25, 25:21, 25:20)-Erfolg sind auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt. Fünf Spieltage vor dem Saisonende liegt der Neuling 17 Zähler vor dem Tabellenvorletzten aus Sorpesee, 15 Punkte sind nur noch zu vergeben. "Jetzt können wir in Ruhe für die Zweite Bundesliga planen", so Betting.

Ruhig geht es in der Halle zunächst einmal allerdings nicht zu. Blau-weiße Glücksgefühle bestimmen das Bild. Die Volleyballerinnen aus Dingden bilden einen Kreis, tanzen und feiern ausgelassen den vorzeitigen Klassenerhalt. Auch das Trainer-Trio mit Olaf Betting, Pascall Reiß und Carsten Schmeink reißt gemeinsam die Arme hoch. "Wir sind alle glückselig, dass wir es so früh vor dem Saisonende schon geschafft haben", sagt Betting. Dabei hat der 50-Jährige die letzten Punkte in dem 115 Minuten währenden Duell der Aufsteiger gar nicht richtig mitbekommen. "Da war ich im Tunnel."

Für Olaf Betting ist mit dem frühzeitigen Klassenerhalt "ein Traum in Erfüllung gegangen". Er hatte trotz des großen Vorsprungs auf die Abstiegsränge immer wieder gewarnt, sich schon auf der sicheren Seite zu wähnen. Um so mehr weicht die Anspannung nach dem letzten Ballwechsel auch von ihm. "Jetzt setzen wir uns andere Ziele. Warum nicht Platz sechs? - der ist auch nur drei Punkte entfernt", sagt der Übungsleiter. Trotz oder gerade wegen den Karnevalssamstags, eine verdiente Klassenerhalts-Party steigt bei den Blau-Weißen noch nicht. Die wird jedoch später groß nachgeholt.

Fünf Begegnungen stehen noch aus. In der Hinrunde war da bis auf einen Zähler gegen den USC Münster II nichts zu holen. "Deshalb waren wir schon sehr erleichtert", erzählt Spielerin Pauline Kappmeyer. Zumal die Partie gegen den RC Sorpesee alles andere als ein Spaziergang war. "Bis zum Ende eines jeden Satzes war es eng. Die haben es uns wahrlich nicht leicht gemacht", so Olaf Betting. Seine letzte Chance wollte der RC Sorpesee mit aller Macht nutzen.

Dass die Gastgeberinnen ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen können, dies liegt an diesem Samstagabend besonders an der Qualität im kompletten Dingdener Kader. "Von der Bank ist das Spiel mitentschieden worden", sagt Betting. Alle Wechsel passen. Pauline Kappmeyer kommt für Inga van Gemmeren, Eva Schmitz für Kathrin Pasel, Greta Klein-Hitpaß für Andrea Harbring, Harbring später wieder für Vera Koopmann und Pasel für Maike Schmitz - in den richtigen Momente setzt das Trainer-Team neue Akzente. "Wir haben dank unserer ausgeglichenen Mannschaft gewonnen", analysiert Olaf Betting.

Und aufgrund einer stabilen Leistung bei den Aufschlägen sowie in der Annahme. Nicht zu vergessen die Feldabwehr. "Da gab es einige bärenstarke Aktionen. Klasse, was wir da weggeholt haben", so der Coach. Zusätzlich auch noch die entscheidenden drei Punkte - an dem Abend passt eben alles.

Quelle: RP
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