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Das ist der neue Renner von Force India

Lokalsport: Das ist der neue Renner von Force India
Nico Hülkenberg (links) und Sergio Perez auf dem Auto für die Saison 2016. FOTO: Force India
Emmerich. Formel 1: Der Emmericher Nico Hülkenberg und Teamkollege Sergio Perez enthüllten gestern in Barcelona den VJM09. Die ersten Runden im neuen Wagen drehte auf dem Circuit de Catalunya aber Entwicklungsfahrer Alfonso Cellis. Von Torsten Tenbörg

Der rote Teppich wurde nicht ausgerollt. Aber das schwarze Tuch vom Boliden gezogen. Gestern war es endlich so weit. Das Formel-1-Team Force India präsentierte am frühen Morgen seinen neuen Wagen für die kommende Saison in der Königsklasse des Motorsports. Auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona wurde der Bolide mit dem Namen VJM09 zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Nico Hülkenberg und Sergio Perez setzten sich auf die Reifen und boten den zahlreichen Fotografen so ein schönes Motiv, nachdem sie den zunächst noch verhüllten Renner den Blicken freigegeben hatten.

"Der Wagen sieht ziemlich gut aus", lautete die erste Einschätzung des Emmerichers Nico Hülkenberg zu seinem neuen Arbeitsgerät. Wirklich große optische Veränderungen gibt es dabei nicht. So sind die beiden stilbildenden Schlitze an der Front weiter vorhanden, die dem Force India in der letzten Saison den Namen Nüster-Nase eingebracht haben. "Es ist schon ziemlich der gleiche Look", sagte Hülkenberg. Er wies aber auf die seitlichen Abweiser hin, die eine modifizierte Form erhalten haben. "Und unter der Motorhaube, mit den Dingen, die dort sind, hat Force India einen großen Schritt gemacht."

Das hört auch Vijay Malaya gerne. Der millionenschwere Teamchef geht extrem optimistisch und mit klaren Zielen in die Saison. "Ich möchte, dass wir 2016 so beginnen, wie wir 2015 aufgehört haben", sagte der Inder. "Unser technisches Team ist begeistert von den Fortschritten, die wir den Winter über erzielt haben. Wir haben jeden Grund, zu glauben, dass wir an der Spitze des Kampfes im Mittelfeld bleiben können."

Der VJM09 ist eine konsequente Weiterentwicklung der B-Version des Vorjahresautos. Mit dem lief es in der zweiten Saisonhälfte, nachdem es zu Beginn des Jahres beim Team aus Silverstone noch einige Probleme gegeben hatte. "Man kann sagen, dass die B-Spezifikation vom vergangenen Jahr die Basis bildet, auf der wir das Auto von 2016 aufgebaut haben", sagte Andrew Green, Technik-Direktor von Force India. Das Team habe sich am Ende der letzten Saison in einer Situation befunden, in der die Leistung auf der Strecke sehr gut war. "Daher wussten wir, dass wir auf einer soliden Plattform weiterentwickeln können. Da sich das Reglement wohl für 2017 ändern wird, schien es keine effiziente Nutzung unserer Ressourcen zu sein, noch einmal bei Null anzufangen mit einem Projekt, das nur eine so begrenzte Dauer haben würde", meinte Green.

Kaum eine Veränderung wurde übrigens bei der Lackierung vorgenommen: Schwarz und Silber dominieren. Entgegen anderslautender Gerüchte prangt am Force India weiter der Schriftzug von Sahara. Der langjährige Partner wolle beim Rennstall aussteigen, hieß es zuletzt in den indischen Medien.

Die ersten Runden im neuen Force-India-Renner drehte bei den Testfahrten in Barcelona gestern Alfonso Celis. Der junge Entwicklungsfahrer aus Mexiko Force, der im vergangenen Jahr in der Formel Renault 3.5 den 16. Platz in der Gesamtwertung belegte, soll einen ordentlichen Batzen Geld auf den Tisch gelegt haben, um hinter dem Steuer sitzen zu dürfen. Heute testet Sergio Perez das neue Fahrzeug. Am Mittwoch steigt dann Nico Hülkenberg ins Cockpit.

Quelle: RP
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