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Volleyball
Der Klassenerhalt ist für BWD greifbar nahe

Volleyball: Der Klassenerhalt ist für BWD greifbar nahe
Eva Schmitz (Mitte) zeigte am Samstag ihre bislang beste Leistung in dieser Saison. FOTO: BWD
Hamminkeln. Volleyball-Zweitligist gewinnt 3:1 bei den Stralsunder Wildcats. Das Team verschläft nach der strapaziösen Anfahrt noch den ersten Satz. Danach zeigt es eine starke Leistung und feiert hinterher ausgiebig. Von Ralf Pollmann

Katrin Kappmeyer steigt hoch, ihr Angriffsversuch prallt vom Block ins Aus - dies ist für den Volleyball-Zweitligisten BW Dingden am Samstag um 18.43 Uhr der Auftakt zu einem langen Abend. Zunächst geht es zum Freudentanz aufs Feld, danach zum gemeinsamen Essen. "Anschließend sind wir in einer Eckkneipe hängen geblieben und haben bis 2.30 Uhr den Sieg gefeiert. Das hatten wir uns auch verdient", sagte Trainer Olaf Betting.

Die Blau-Weißen triumphierten mit 3:1 (17:25, 25:17, 25:20, 25:22) bei den Stralsunder Wildcats und vergrößerten damit den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf 13 Zähler. Auch wenn für den BWD-Coach der Klassenerhalt "erst zu 60 Prozent gesichert ist", kann der Neuling bei noch sieben ausstehenden Begegnungen schon einmal für eine weitere Saison in der zweithöchsten Klasse planen.

Als "ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt" wertete immerhin auch Olaf Betting den Erfolg nach fast siebenstündiger Anreise, die ab Hamburg auch auf teilweise schneeglatten Fahrbahnen zu bewältigen war. Nach mehr als 600 Kilometern und rund fünf Stunden vor dem ersten Aufschlag waren die Dingdenerinnen an der Ostsee angekommen.

Dabei waren die Gäste bei den ersten Ballwechseln der Partie noch nicht wirklich wach. BW Dingden war zwar in der Halle, aber noch nicht richtig im Spiel angekommen. In der Annahme leistete sich der Neuling einige Fehler. "Da waren wir nicht so stabil. Stralsund hat uns ziemlich viele Bälle um die Ohren gehauen", sagte Olaf Betting.

Doch die weite Anreise war mit dem zweiten Durchgang endgültig aus den Klamotten geschüttelt. Die Annahme wurde sicherer und eine herausragende Zuspielerin Inga van Gemmeren fütterte ihre Teamkolleginnen mit punktgenauen Pässen. Die immer stärker werdende Maike Schmitz sowie Katrin Kappmeyer, Andrea Harbring, Greta Klein-Hitpaß und Eva Schmitz, die ihre beste Saisonleistung zeigte, waren mit ihren Angriffsschlägen kaum mehr zu stoppen.

Ein wenig zittrig wurden die Hände der BWD-Spielerinnen allein im vierten Satz. Sechs Matchbälle hatten sie sich beim Stand von 24:18 erkämpft, anschließend ließen sie jedoch einen nach dem anderen davon liegen. "Da schwirrte wohl die Partie gegen Schwerin noch ein bisschen in den Köpfen herum", sagte Betting. Ein 11:4 im fünften Satz hatte vor gut einer Woche nicht zum Sieg gereicht. Diesmal sorgte Matchball Nummer fünf aber für den Erfolg des Aufsteigers, den Anfang der Feierlichkeiten und die Erkenntnis des Trainers, dass es "ein richtig gelungener Ausflug war".

Am Samstag, 20 Uhr, bestreitet BW Dingden das Heimspiel gegen den Viertletzten SCU Emlichheim.

Quelle: RP
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