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Ein guter Tag für Nico Hülkenberg

Lokalsport: Ein guter Tag für Nico Hülkenberg
Nico Hülkenberg war mit den Eindrücken zufrieden, die er gestern im neuen VJM09 auf dem Circuit de Catalunya gesammelt hat. FOTO: James Moy/Force India
Emmerich/Barcelona. Formel 1: Der 28-jährige Emmericher ging gestern bei den Testfahrten in Barcelona nicht auf die Jagd nach einer Bestzeit. Der Force-India-Pilot drehte ohne ernsthafte Probleme 121 Runden in seinem neuen Wagen.

Keine ernsthaften Probleme gab es gestern in Barcelona auf dem Circuit de Catalunya am fünften Testtag der Formel 1 für Nico Hülkenberg und Force India. Der neue VJM09 scheint keine Kinderkrankheiten zu haben. Das bestärkt den Emmericher Piloten, der sich für die Saison so viel vorgenommen hat, in seiner Zuversicht, 2016 erstmals in seiner Karriere aufs Treppchen fahren zu können. "Es war ein guter Tag, an dem wir ein umfangreiches Pensum absolviert haben. Am Nachmittag konnten wir ein paar Longruns bestreiten. Das war sehr hilfreich, um zu lernen, wie die Reifen funktionieren", sagte der 28-Jährige.

Hülkenberg fuhr 121 Runden und legte 563 Kilometer zurück. Der Emmericher erreichte in 1:25,336 Minuten die achtschnellste Zeit am ersten der letzten vier Testtage, an dem Mercedes bei konstant guten Bedingungen erstmals die Karten etwas aufdeckte. Vize-Weltmeister Nico Rosberg legte im Silberpfeil in 1:23,022 Minuten die beste Zeit des Tages hin, obwohl sein Team noch nicht einmal die schnellste Reifenmischung eingesetzt hatte.

Nico Hülkenberg hatte bis zur Mittagspause 50 Runden absolviert. Der Emmericher hatte bei seiner Premiere im neuen Force India in der vergangenen Woche noch die bis dahin zweitschnellste Zeit (1:23,110 Minuten) des gesamten Felds erzielt. Doch beim britisch-indischen Rennstall wurde gestern weniger Wert auf eine Jagd nach Bestzeiten gelegt. "Wir wollten das Auto wieder ein wenig besser kennenlernen. Das ist der normale Prozess, wenn man einen neuen Wagen hat und ihn für die Saison entwickeln will", sagte Hülkenberg.

Wie der Rennstall während des Trainings mitteilte, stand auch der gestrige Nachmittag im Zeichen von Langzeittests, bei denen unterschiedlichste Szenarien während eines Grand Prix durchgespielt wurden. Nico Hülkenberg fuhr dabei einen beeindruckenden Stint mit neun Runden in Folge, bei denen er stets unter der Marke von 1:30 Minuten blieb.

Force India hatte beim VJM09 eine neue Hinterradaufhängung installiert. Die Ingenieure des Rennstalls erhoffen sich dadurch mehr Traktion, was wiederum auch die Aerodynamik des Boliden verbessern soll. Denn nach den ersten Tests ist klar, dass die Formel-1-Autos in diesem Jahr in den Kurven sehr schwer zu handeln sein werden. Dies liegt am deutlich höheren Druck in den Reifen. Die Pirelli-Pneus haben dadurch eine kleinere Lauffläche. Das führt zwar einerseits zu mehr Topspeed auf den Geraden. Aber es fehlt halt der Grip in den Kurven.

Heute übernimmt Nico Hülkenbergs mexikanischer Teamkollege Sergio Perez das Steuer des VJM09. Der Emmericher ist dann am Donnerstag wieder bei den Testfahrten an der Reihe.

(tt/josch)
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