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Enttäuschung des SVV hält sich in Grenzen

Lokalsport: Enttäuschung des SVV hält sich in Grenzen
FOTO: van Offern Markus
Vrasselt. Traum des SV Vrasselt vom Aufstieg in die Fußball-Landesliga ist durch die 1:3-Niederlage nach Elfmeterschießen bei der DJK VfB Frohnhausen geplatzt. Doch Trainer Sascha Brouwer hadert nicht. Er bezeichnet die Saison als "großen Erfolg". Von Joachim Schwenk und Hans Sterbenk

Die Niederlage war extrem bitter, weil der Traum des SV Vrasselt vom Aufstieg in die Fußball-Landesliga am Mittwochabend in einem Relegationskrimi erst im Elfmeterschießen geplatzt ist. Doch Sascha Brouwer haderte nach der packenden Partie vor gut 700 Zuschauern auf der Helmut-Rahn-Sportanlage in Essen nicht mit dem Schicksal. Die Enttäuschung hielt sich beim Vrasselter Übungsleiter nach dem 1:3 (0:0, 0:0) spürbar in Grenzen.

Was sicherlich auch daran lag, dass die Kräfteverhältnisse auf dem Kunstrasen in den 90 Minuten plus Verlängerung relativ klar verteilt waren. Der SV Vrasselt quälte sich im wahrsten Sinne des Wortes zur Entscheidung vom Punkt aus. Einige Spieler mussten in der Verlängerung wegen Krämpfen behandelt werden, weil dem Team alles abverlangt worden war von einem, so Brouwer, "sehr starken" Gegner. Letztendlich konnte sich der SVV vor allem beim starken Torhüter Luca Pollmann dafür bedanken, dass er die reguläre Spielzeit und die Verlängerung ohne Gegentreffer überstanden hatte. Keine Frage: Gastgeber DJK VfB Frohnhausen war das bessere Team und hatte sich den Sieg im Elfmeterschießen somit auch verdient, was Brouwer neidlos zugab.

Jeremias Geurtsen (vorne links) und Mathias Pfände scheiterten im Elfmeterschießen am Torhüter. FOTO: Michael Gohl

"Es ist natürlich immer ärgerlich, erst im Elfmeterschießen zu verlieren", sagte der Trainer des SV Vrasselt. "Doch unter dem Strich geht der Sieg des Gastgebers in Ordnung." Die Vrasselter Mathias Pfände und Jeremias Geurtsen, deren Schüsse gehalten wurden, sowie Gerrit Eul, der den Ball über das Tor bugsiert hatte, waren vom Punkt aus gescheitert, als alles nur noch reine Nervensache war. Lediglich Alexander Lohmann hatte seinen Elfmeter verwandelt.

Während die DJK VfB Frohnhausen nun am Sonntag, 15 Uhr, auf eigener Anlage ein Endspiel um den Aufstieg gegen den Wuppertaler Bezirksligisten FSV Vohwinkel, der beim Landesliga-Vertreter VfB Uerdingen deutlich mit 6:1 siegte, bestreitet, ist die Spielzeit 2015/2016 für den SV Vrasselt beendet. Eine Saison, die Sascha Brouwer als "großen Erfolg" für den Verein bezeichnet, auch wenn es ein bitteres Ende gegeben hat. "Wir haben mit der Vizemeisterschaft und der Qualifikation für die Relegation mehr erreicht, als wir wollten. Und die Partie in Frohnhausen war ein toller Abschluss. Denn die Atmosphäre war beeindruckend. Es hat richtig Spaß gemacht, zumal der Gegner auch sympathisch war", sagte Brouwer.

Der SV Vrasselt - hier Florian te Laak (links) - überzeugte in Frohnhausen vor allem in kämpferischer Hinsicht. FOTO: Michael Gohl

Der SVV wird seine Saison morgen mit einem Mannschaftsessen abschließen, bei dem auch eine wichtige Personalie besprochen werden wird. Torjäger Mathias Pfände, der in dieser Spielzeit 34 Treffer für den SVV erzielt hat, will eine Pause einlegen, weil er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Wie lange die Auszeit vom Fußball dauern soll, ist noch nicht klar. "Darüber müssen wir noch reden. Vielleicht wissen wir nach Freitag mehr", sagte Brouwer.

Er weiß aber, dass es nicht leicht werden wird, einen Spieler der Klasse von Pfände, der früher in der NRW-Liga und Oberliga aufgelaufen ist, zu ersetzen. "Doch wir haben schon die eine oder andere Idee, wie wir den Verlust auffangen können." Bis auf den routinierten Stürmer werden alle Akteure bleiben. Torhüter Nico Roszykiewicz ist nach einem längeren Australien-Aufenthalt vor kurzem in den Kader zurückgekehrt. Zudem sollen zwei oder drei Spieler aus der eigenen Jugend aufrücken. "Und wir sind auch mit dem einen oder anderen Neuzugang im Gespräch", sagt Sascha Brouwer.

Schließlich will der SV Vrasselt auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen, ohne sich dabei großartig unter Druck zu setzen. Die Landesliga ist ein Ziel, allerdings kein Muss. "Wir wollten auch jetzt aufsteigen. Doch wir müssen nicht in die Landesliga. Diesen Druck macht sich der Verein nicht. Die Mannschaft soll sich in aller Ruhe entwickeln können", sagte Sascha Brouwer. Einen Schritt nach vorne hat sie in dieser Saison auf jeden Fall gemacht, auch wenn es zum ganz großen Wurf nicht gereicht hat.

Quelle: RP
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