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Fair-Play-Preis der RP für BW Dingden

Lokalsport: Fair-Play-Preis der RP für BW Dingden
Ausgezeichnetes Fair Play (von links): Kreis-Jugendobmann Alfred Herbers, RP-Sportredakteur Joachim Schwenk, Hartmut Kehring, Jugend-Geschäftsführer BW Dingden, Ingo Egerlandt von der Provinzial-Versicherung Egerlandt und Söhne, Marcus Schaffeld, Jugend-Geschäftsführer BW Wertherbruch, Jürgen Schulz vom Kreis-Fußballausschuss, Klaus Wolbring, Jugend-Geschäftsführer Eintracht Emmerich, und Lambert Heymen vom TuS Haffen-Mehr FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. BW Dingden gewinnt zum zweiten Mal nach 2003 den jetzt mit 1100 Euro dotierten Wettbewerb der Rheinischen Post. Zweiter wird Vorjahressieger Eintracht Emmerich vor BW Wertherbruch. Fußball-Kreis lobt Engagement der Sponsoren. Von Joachim Schwenk

Die A-Junioren-Mannschaft von BW Dingden hat in der vergangenen Fußball-Saison eindrucksvoll den Beweis angetreten, dass sich Erfolg und Fair Play nicht ausschließen müssen. Das Team von Trainer Markus Weidemann sicherte sich ungeschlagen die Meisterschaft in der Leistungsklasse. Und überzeugte nicht nur mit guten Leistungen, sondern auch mit sportlich vorbildlichem Verhalten. Der BWD-Nachwuchs blieb auf dem Weg zum Titel ohne Platzverweis, handelte sich lediglich 14 Gelbe Karten ein und hatte damit weniger Verwarnungen als Siege (16) auf dem Konto. Damit sorgte die Mannschaft dafür, dass BW Dingden zum zweiten Mal nach 2003 den Fair-Play-Preis der Rheinischen Post gewann.

Die Sieger und Platzierten beim mit 1100 Euro dotierten Wettbewerb wurden am Mittwochabend bei der Arbeitstagung der Jugend im Fußball-Kreis von der RP-Sportredaktion sowie Ingo Egerlandt von der Provinzial-Versicherung Egerlandt und Söhne sowie Lambert Heymen, Geschäftsführer des TuS Haffen-Mehr, ausgezeichnet. BW Dingden erhielt die Siegprämie von 500 Euro. Vorjahressieger Eintracht Emmerich wurde diesmal Zweiter und bekam 350 Euro. 250 Euro sicherte sich der Dritte BW Wertherbruch, der diesen Platz schon in der Saison zuvor belegt hatte. Für die Clubs gab's außerdem eine Urkunde und einen Rucksack mit Präsenten.

Bei der 15. Auflage des Wettbewerbs waren 100 Euro mehr als in den Jahren zuvor im Topf. Lambert Heynen gehört nun zum Sponsorenkreis. Er steuert 100 Euro bei, "weil ich diese gute Sache unbedingt unterstützen möchte". 500 Euro stiftete die Rheinische Post. Schon seit Jahren sitzen die Provinzialversicherung Egerlandt und Söhne (250 Euro), Wilhelm Elmer (100 Euro), früherer Vorsitzender des Stadtsportverbandes Hamminkeln und des SV Brünen, sowie der Jugendausschuss des Fußball-Kreises (150 Euro) als zuverlässige Partner mit im Boot.

Peter Koch, Vorsitzender des Fußball-Kreises Rees-Bocholt, lobte das Engagement der RP und ihrer Sponsoren. "Es ist eine gute Sache, wenn Fair Play so gewürdigt wird." Er sagte dies aus gutem Grund. Denn Fair Play war auch im Kreis Rees-Bocholt am Ende der vergangenen Spielzeit einige Male mit Füßen getreten worden. Zwar ereigneten sich die meisten negativen Vorfälle wie massive Beleidigungen der Schiedsrichter bei den Senioren. Doch " die Krönung" war für Koch der Abbruch einer Partie der Fair-Play-Liga der F-Junioren. Den hatten Eltern der kleinen Kicker verursacht.

Peter Koch fand's "unfassbar". Deshalb sah er sich genötigt, in einem Brief an alle Clubs des Kreises zu appellieren, dass ihre Trainer, Betreuer, Spieler und Zuschauer "den sportlich fairen Umgang nicht aus den Augen verlieren sollen". Das Strafgeld, das Vereine für Verhandlungen vor der Kreis-Spruchkammer zahlen müssten, so der Kreis-Vorsitzende, könnten sie besser für andere Dinge verwenden.

BW Dingden hat seit Mittwochabend jedenfalls 500 Euro mehr in der Kasse und weiß schon, wer davon profitieren wird: die A-Junioren-Mannschaft. "Das haben sich die Jungs nach der tollen Saison, die sie gespielt haben, auch verdient", sagte Hartmut Kehring, Geschäftsführer der Dingdener Jugend-Abteilung. Auch er hob das Engagement der RP in Sachen Fair Play hervor. "Das ist eine tolle Angelegenheit. Bitte machen sie unbedingt weiter." Versprochen. Alle Sponsoren haben bereits ihre Zusage für die neue Spielzeit gegeben.

Bei Eintracht Emmerich sorgte die A-Junioren-Mannschaft für das gute Abschneiden beim Wettbewerb. "Dieses Team hat uns auch 2014 den Sieg verschafft. Damals ist das gesamte Preisgeld in die Mannschaftskasse gewandert. Diesmal wird die gesamte Jugend-Abteilung davon profitieren, weil bei uns Fair Play in allen Teams gelebt wird", sagte Klaus Wolbring, Jugend-Geschäftsführer der Eintracht.

BW Wertherbruch, das in einem Dorf mit nur 800 Einwohnern beachtliche elf Nachwuchs-Teams gemeldet hat, freute sich darüber, dass erneut der dritte Platz beim Wettbewerb herausgesprungen ist. "Wir haben seit einiger Zeit viele ausgebildete Trainer im Einsatz. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass wir in Sachen Fair Play keine Probleme im Verein haben", sagte Jugend-Geschäftsführer Marcus Schaffeld.

Quelle: RP
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