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Force India hat eine Menge Konkurrenz

Lokalsport: Force India hat eine Menge Konkurrenz
Nico Hülkenberg hatte in Melbourne Pech bei der Renn-Strategie. FOTO: James Moy/Force India
Emmerich. Mit dem siebten Platz zum Auftakt der Formel-1-Saison in Australien war Nico Hülkenberg nach einem ereignisreichen Rennen zufrieden. Hinter den Top-Rennställen Mercedes und Ferrari sortiert sich auch Force India im Mittelfeld ein. Von Torsten Tenbörg

Abgesehen von einem suboptimalen Qualifying nach den neuen Regeln, die direkt wieder abgeschafft wurden, hat sich die Formel 1 mit einem ereignisreichen Wochenende in Australien zurückgemeldet. Nico Hülkenberg war mit seinem siebten Platz zwar nicht restlos glücklich. "Aber unter den Umständen bin ich zufrieden."

Der Emmericher erlebte ein aufregendes Rennen. Von hinten bekam er Druck von Valtteri Bottas. Zudem hoffte der 28-Jährige, den vor ihm fahrenden Romain Grosjean (Haas) eventuell überholen zu können. Für Force India sind damit auch schon die Gegner der Saison bekannt.

Klar ist, dass Mercedes und Ferrari in einer anderen Liga fahren. Red Bull scheint stark genug zu sein, um den dritten Platz bei den Konstrukteuren zu erreichen. Danach sortiert sich das Mittelfeld ein. Force India gehört wohl dazu, wenn auch das Qualifying nicht wirklich Aufschluss über die Stärke des britisch-indischen Rennstalls bot. Denn die Beobachter im Paddock hatten den Eindruck, dass Sergio Perez und Nico Hülkenberg mit dem neunten und zehnten Rang ganz gut leben konnten. "Wegen des neuen Formats ist das eine richtig gute Platzierung", meinte Hülkenberg nach der Qualifikation: "Sie eröffnet uns durch die freie Wahl der Reifen zum Start des Rennens einige gute Optionen bei der Strategie."

Ungewöhnlich allerdings, dass Force India nicht eine gesplittete Strategie anwendete, sondern beide Fahrer auf weichen Reifen losschickte. Nichtsdestotrotz wäre die Wahl zumindest bei Hülkenberg wohl aufgegangen, wäre er nicht unmittelbar vor der Unterbrechung des Rennens wegen des Unfalls von Fernando Alonso zum Reifenwechsel erfahren. Die Rote Flagge hatte aber auch Einfluss auf die Konkurrenten. Alonso, der wie durch ein Wunder unverletzt blieb, sagt etwa, dass er wohl Platz acht hätte erreichen können. Dies zeigt, dass McLaren in dieser Saison wieder näher an Force India herangerückt ist. Vor allem auf Strecken, bei denen es auf die Aerodynamik ankommt, wird McLaren punkten können. Der Honda-Motor hat seine Kinderkrankheiten abgelegt, dürfte aber wohl weiterhin noch 150 PS weniger als das Mercedes-Aggregat haben.

Auch beim neuen Renault-Team (vormals Lotus) ist der Motor im Moment noch der Schwachpunkt. Daher blieben Kevin Magnussen (12.) und Jolyon Palmer (11.) in Melbourne auch ohne Punkte, kratzten aber an den Top Ten. Sergio Perez als 13. konnte die beiden Renault nicht wirklich attackieren. Bleibt noch die Wundertüte Haas. Das amerikanische Team hat mit Grosjeans sechstem Platz in seinem Premierenrennen ein Ausrufezeichen gesetzt.

Quelle: RP
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