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Lokalsport
Formel 1 kehrt nach 23 Jahren nach Mexiko zurück

Mexiko-Stadt. Vorfreude auf Vollgas-Spektakel ist groß. Aber es gibt auch Sorgen um die Sicherheit. Hülkenberg: "Kein Grund zur Panik."

Party-Meile, Vollgas-Spektakel - aber auch jede Menge Sorgen um die Sicherheit: Die Vorfreude auf die spektakuläre Rückkehr des Grand Prix von Mexiko in den Rennzirkus der Formel 1 ist nicht ungetrübt. Mexiko-Stadt gilt nicht nur als eine der größten und spannendsten, sondern auch als eine der kriminellsten Städte der Welt. "Niemand wird einen Bodyguard brauchen", sagte Force-India-Pilot Sergio Perez, Teamkollege des Emmerichers Nico Hülkenberg, vor seinem Heimspiel.

Doch das Auswärtige Amt ist da etwas vorsichtiger. "Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar", heißt es in den herausgegebenen Sicherheitshinweisen: "In einigen Fällen sind auch Polizeikräfte beziehungsweise uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt. Die Gewalt erstreckt sich von Raubüberfällen über Entführungen bis hin zu Tötungsdelikten."

Nico Hülkenberg kennt Mexiko-Stadt gut und glaubt, es bestehe kein Grund zur Panik für die Fans der Königsklasse des Motorsports. Doch der 28 Jahre alte Emmericher sagt gleichzeitig auch, er würde in Mexiko nicht unbedingt "mit einer goldenen Rolex auf die Straße gehen".

Die Mexikaner selber sind schon ganz heiß auf ihren Grand Prix, der am Sonntag um 20 Uhr deutscher Zeit gestartet wird. Endlich, nach 23 Jahren, kehrt die Königsklasse zurück in dieses motorsportverrückte Land. Das Rennen auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez mitten in der Stadt ist schon lange ausverkauft. Es werden weit mehr als 100.000 Fans am Wochenende erwartet, die eine einzige große Party feiern. "Ihr werdet staunen, was da los sein wird. Es wird bestimmt großartig", sagte Perez: "Die Fans mussten so lange auf diesen Moment warten, das wird ein Feuerwerk."

Die Strecke wurde zuletzt komplett saniert und führt unter anderem durch ein Baseball-Stadion. Weltmeister Lewis Hamilton und Co. können sich auf dem 4,304 Kilometer langen Kurs so richtig austoben. Der Bleifuß-Parcours gilt nach Monza als der zweitschnellste im Formel-1-Kalender. Außerdem wird für das Wochenende besseres Wetter erwartet als zuletzt in Austin, wo Ausläufer des Hurrikans Patricia den Zeitplan des Großen Preises der USA in Texas ordentlich durcheinandergewirbelt hatten.

Während sich die Fahrer auf das Abenteuer freuen, zerbrechen sich die Ingenieure der Rennställe ihre Köpfe. Die 8,8-Millionen-City Mexiko-Stadt - die Metropolregion hat rund 20 Millionen Einwohner - liegt auf 2300 Metern Höhe. Die geringe Luftdichte wird in Zeiten der komplexen Hybrid-Turbo-Motoren somit zu einem Problem. Die Bedingungen für die Antriebseinheiten gelten als "extrem".

Trotzdem geht Sergio Perez von einem gewaltigen Spektakel aus. "Das wird ein großes Fest - nicht nur an der Strecke, sondern auch in der Stadt", sagte der Mexikaner in Diensten von Force India.

(sid)
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