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Lokalsport
Fortuna Millingen ist der Geheimfavorit

Rees. Die Reeser Fußball-Stadtmeisterschaften steigen am Wochenende in der Halle am Westring. Der SV Haldern will seinen Titel verteidigen. Fortuna möchte dem Favoriten ein Bein stellen. SV Rees und BW Bienen gehen die Sache locker an. Von Torsten Tenbörg

Es ist ein Titel, an dem Prestige haftet. Doch ein Hauen oder Stechen hat es in der Vergangenheit bei den Reeser Fußball-Stadtmeisterschaften in der Halle deshalb nicht gegeben. Am kommenden Sonntag ab 14 Uhr geht der SV Haldern, der in diesem Jahr auch Ausrichter des zweitägigen Turniers in der Sporthalle am Westring ist, als Titelverteidiger beim Wettbewerb der ersten Mannschaften ins Rennen.

Der Halderner Coach Jürgen Stratmann wird die Spiele dann von der Tribüne aus verfolgen. Er überlässt seinen Posten Co-Trainer Martin Warning. "Er hat klare Vorstellungen", sagt Stratmann. "Zunächst einmal geht es darum, dass die Spieler Spaß haben. Aber sie wollen auch guten Fußball zeigen. Und es geht ja auch um einen Titel, den man erreichen möchte." Der SV Haldern, Tabellendritter der Kreisliga A, hat keine Probleme, ein Team auf die Beine zu stellen. Im Prinzip haben alle Akteure des Kaders signalisiert, dass sie auflaufen möchten. Warning hat nun die Qual der Wahl, ein zwölfköpfiges Aufgebot zu nominieren.

Bei Blau-Weiß Bienen, zuletzt Sieger im Jahr 2014, liegen die Prioritäten im Moment ganz klar nicht auf den Stadtmeisterschaften. Der akut abstiegsgefährdete A-Ligist richtet sein Hauptaugenmerk auf den Rest der Saison auf dem Feld. "Für uns ist wichtig, dass wir nach der Winterpause gut starten", sagt Trainer Rolf Sent. Er geht nach wie vor davon aus, dass "in der Mannschaft genug Potenzial steckt, um die Klasse zu halten". Für den erfahrenen Übungsleiter ist in der Halle vor allem wichtig, dass sich kein Spieler verletzt. "Wir hatten in der Hinserie ja schon mehr als genug Personalprobleme", sagt Sent.

Neben BW Bienen und dem SV Haldern ist der SV Rees der dritte A-Ligist im Teilnehmerfeld. Das Team von Trainer Bernd Franken ist Schlusslicht im Kreisliga-Oberhaus. Kein Wunder, dass Franken vor dem Kick unterm Dach nicht unbedingt auf Wettkampf-Modus schaltet. "Die Stadtmeisterschaften sind für die Spieler aber eine gute Abwechslung, die wir gerne mitnehmen", so der Coach.

Als Geheimfavorit wird in diesem Jahr immer wieder Fortuna Millingen genannt. Der Spitzenreiter der Kreisliga B Gruppe 2 geht das Turnier durchaus mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein an. "In der Halle kann alles passieren", sagt Trainer Michael Tenhagen. "Wir wären ja blöd, wenn wir sagen würden, wir wollen nicht Stadtmeister werden. Das will doch jeder, der teilnimmt. Es hat ja auch immer mal Überraschungen gegeben."

Nichtsdestotrotz will Tenhagen den sportlichen Ehrgeiz nicht zu hoch hängen. In erster Linie handele es sich um ein "tolles Event". Auch eine unverhältnismäßige Rivalität würde es bei den Titelkämpfen nicht geben. "Wir kennen uns untereinander ja schon lange und haben entweder miteinander oder gegeneinander Fußball gespielt", so der Fortuna-Coach. "Ich freue mich einfach auf die Veranstaltung."

Für Sascha Faßbender, Trainer des TuS Haffen-Mehr, sind die Reeser Stadtmeisterschaften Neuland. "Ich kann das Turnier nur relativ schwer einschätzen", sagt Faßbender, der bisher lediglich bei den Weseler Titelkämpfen im Einsatz war. Allerdings ist die teilweise hitzige Atmosphäre dort nicht so seine Sache. "Ich habe aber schon gehört, dass es in Rees anders sein soll - wesentlich entspannter", sagt der Trainer des C-Ligisten, der sich mit seinem Team so gut wie möglich verkaufen möchte. "Aber man darf Turniere in der Halle auch nicht überbewerten."

Gespielt wird am Sonntag traditionell im Modus jeder gegen jeden, wobei der TuS Haffen-Mehr das Auftaktspiel gegen den SV Rees bestreitet. Um 17.27 Uhr soll laut Plan das letzte Spiel des Turniers angepfiffen werden. Zum Abschluss trifft der TuS Haffen-Mehr auf den SV Haldern. Die Spielzeit beträgt 20 Minuten.

Quelle: RP
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