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Motorsport
"Habe keine Kopfschmerzen"

Glück im Unglück: Formel 1-Rennfahrer Nico Hülkenberg überstand gestern inMelbourne einen schweren Unfall unverletzt. Kamui Kobayashi war kurz nach dem Start in den Williams-Boliden des Emmerichers gerast. Von Volker Himmelberg

Glück im Unglück für Nico Hülkenberg ! Den Fernsehzuschauern, die gestern morgen die Live-Übertragung des Formel 1-Rennens aus Melbourne verfolgten, stockte der Atem. Bereits wenige Augenblicke nach dem Start ereignete sich ein spektakulärer Unfall, in den ausgerechnet der junge Emmericher verwickelt war. Urplötzlich geriet der japanische Sauber-Pilot Kamui Kobayashi ins Schleudern und hob mit seinem Boliden ab. Teile seines Fahrzeugs trafen den Williams-Boliden von Nico Hülkenberg und den "Toro Rosso" des Schweizers Sébastien Buemi.

Alle drei Piloten überstanden den Unfall unverletzt. Doch das Rennen war für den 22-jährigen Emmericher und seine beiden Rivalen damit schon beendet, da sämtliche Fahrzeuge schwer beschädigt worden waren. Hülkenberg wusste zunächst gar nicht, was da überhaupt in Runde eins passiert war. " Ich war schon im Scheitelpunkt der sechsten Kurve. Plötzlich kam Kamui Kobayashi angeflogen, halb über mein Auto. Keine Ahnung, was da passiert ist", sagte der Emmericher wenige Minuten nach dem Unfall im Gespräch mit dem Fernsehsender "Sky".

Die Aufklärung gab's erst später. Kobayashi hatte kurz nach dem Start seinen Frontflügel verloren, der sich prompt unter dem Auto verkeilt hatte. Dadurch verlor der Japaner die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste ungebremst in jene Kurve, in die zu diesem Zeitpunkt Hülkenberg und Buemi einbogen. Und schon flogen Trümmerteile und Reifen durch die Luft. . .

"Das sieht spektakulär aus"

Nico lieferte ein weiteres Beispiel für seinen trockenen Humor, als er sich die geschilderten Szenen auf dem Bildschirm anschaute: "Wirklich ein heftiger Einschlag. Das sieht schon ziemlich spektakulär aus. Aber mir geht's gut. Ich habe nicht einmal Kopfschmerzen." Dennoch ist der ehrgeizige Grand Prix 2-Champion etwas frustriert angesichts der Tatsache, dass er nach seinen ersten beiden Rennen in der Königsklasse noch keinen Punkt auf seinem Konto hat. Im dritten Anlauf, der bereits am kommenden Ostersonntag in Malaysia auf dem Programm steht, soll's endlich klappen.

Hülkenberg: "Zum Glück findet das nächste Rennen schon in wenigen Tagen statt. Da muss ich also nicht allzu lange warten, bis ich wieder ins Auto steigen kann." Immerhin gab's für das Williams-Team noch einen schwachen Trost. Rubens Barrichello, brasilianischer Teamgefährte des jungen Emmerichers, landete auf Rang acht und sammelte damit vier Punkte.

Quelle: RP
 
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