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Halderner Volkslauf setzt neue Bestmarke

Lokalsport: Halderner Volkslauf setzt neue Bestmarke
Die vielen freiwilligen Helfer sorgten beim Halderner Volkslauf für einen reibungslosen Ablauf und halfen den Sportlern. FOTO: Konrad Flintrop
Haldern. Leichtathletik: Insgesamt 854 Läufer gehen bei der 15. Auflage an den Start und stellen damit einen Teilnehmerrekord auf. Von Michael Schwarz

Einen klassischen Fehlstart legten die Bambini hin. Obwohl die Zeitmessung noch nicht aktiviert war, flitzten die jüngsten Nachwuchsläufer im Lindenstadion bereits los und waren kaum noch zu bremsen. Im zweiten Versuch klappte es dann aber und zum Abschluss des 15. Halderner Volkslaufes absolvierten auch die Kids mit Feuereifer ihre 400-Meter-Runde.

Zuvor hatte sich der Lauftreff aus dem Lindendorf auch in allen anderen Wettbewerben über eine tolle Resonanz freuen können, so dass der Teilnehmerrekord erneut gebrochen werden konnte. Insgesamt wurden 854 Aktive gezählt, 26 mehr als im Vorjahr. "Die 800er-Marke wollten wir erneut knacken, dass es wieder ein Rekord geworden ist, ist umso schöner", sagte Christian Mai vom Organisationsteam sehr zufrieden.

Die zehn Rollstuhlfahrer erhielten von den Zuschauern großen Applaus und wurden angefeuert. FOTO: Konrad Flintrop

Der erste Teilnehmer, der gestern beim Halderner Volkslauf die Ziellinie überquerte, war Daniel Fratz. Er siegte im Rollstuhlrennen über 1200 Meter - in 6:42 Minuten mit genau derselben Zeit wie im vergangenen Jahr. "Ein bisschen schneller wollte ich eigentlich schon sein", ging auch der Mann von der Lebenshilfe mit gesundem Ehrgeiz an den Start. "Wenn man zur Ruhe kommt, werden die Arme sicherlich ganz ordentlich pulsieren", weiß Fratz, der tags zuvor bereits einen Wettkampf im Bogenschießen absolviert hatte. "Das ist schon bewundernswert", erkannte auch Karl Tausche die besondere Leistung der Rollstuhlfahrer an. Der Senior des Halderner Lauftreffs fungierte bei der 15. Auflage des Laufes rund um das Reeser Meer erneut als einer der zahlreichen Helfer, die dieses Mal von Mike Hockert koordiniert wurden.

Bereits um 9.30 Uhr gestartet worden war der Volkslauf über die Distanz von zwölf Kilometer. Nach 46 Minuten und zehn Sekunden war Marcel Pelgrim als Dritter zurück im Lindenstadion. Der Schiedsrichterassistent in der Fußball-Bundesliga startete zum ersten Mal in Haldern. "Das ist eine tolle Strecke und eine ungewöhnliche Distanz", sagte der 40-Jährige, der in Hamminkeln-Loikum wohnt. "Da ich mich derzeit auf einen Halbmarathon vorbereite, passte das aber gut. Ich hatte auch eine gute Gruppe, in der wir uns mit der Führungsarbeit abgewechselt haben."

Bei der 15. Auflage des Halderner Volkslaufs zählten die Organisatoren insgesamt 854 Läufer - 26 mehr als im Vorjahr. FOTO: Flintrop

Die schnellste Frau im Feld war Carolin Joeken, die nach 48:37 Minuten im Ziel war. "Das Wetter war eigentlich ideal - auch wenn man sich an einigen Stellen einen Windschatten suchen musste", berichtete die 21-Jährige vom VfL Merkur Kleve. Auch Volker Maas von der RG Haldern 03, der mit dem Rad für die "erste Frau" voraus fuhr, war angetan von der Leistung der jungen Sportlerin, der er einen "tollen Laufstil" attestierte. Einen Trainer habe sie nicht, sie laufe eigentlich immer alleine, verriet die Athletin aus Bedburg-Hau, die sich sogar über einen Doppelsieg in Haldern freuen durfte. Ihr Freund Heinz van Dongen landete in 45:10 Minuten bei den Männern ganz oben auf dem Treppchen.

Einen Zweikampf im 5000-Meter-Lebenshilfe-Lauf lieferten sich Jens van Bernum (TV Rees) und Mindaugas Minevicius (Bataver Lauftreff Emmerich). Die Entscheidung fiel an der letzten Steigerung vor der L7, als sich van Bernum absetzte. "Ich hatte da keine Kraft mehr", sagte der Emmericher zu der Situation, als er abreißen lassen musste. Beim Reeser blieb die Uhr schließlich bei 16:52 Minuten stehen, bei Minevicius bei 17:08 Minuten. In 19:11 Minuten war Kerstin van Embden (Team Holemans) die schnellste Frau über diese Distanz. "Ich konnte einen schönen Rhythmus laufen und aufgrund des Gegenwindes ist die Zeit absolut okay", war die Eltenerin zufrieden.

Von seiner gerade einmal acht Wochen alten Tochter Lilith und mit einem Schild "Go, Papa, go" wurde Fiete Hallepape zurück im Lindenstadion empfangen. "Wir haben beim Löschzug Haldern eine Sportgruppe gegründet", erklärte Hallepape die Teilnahme einer größeren Gruppe von der Feuerwehr. Manfred Mölder beschränkte sich auf die Begleitung seiner Frau Heike und Tochter Ronja. "Ich laufe ja hauptberuflich", sagte Mölder schmunzelnd, der in der Emmericher City täglich einige Kilometer als Briefzusteller unterwegs ist.

Die größten Mannschaften stellten wieder die Lebenshilfe Unterer Niederrhein und das Team Holemans, die an ihren neongrünen und weißen Trikots gut zu erkennen waren. "Wir haben sogar die 200er-Marke geknackt", berichtete eine begeisterte Ole Engfeld von der Lebenshilfe.

Quelle: RP
 
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