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Hamminkelner SV feiert Derbysieg

Lokalsport: Hamminkelner SV feiert Derbysieg
Die Hamminkelner mussten ordentlich ackern. Hendric Storm konnte von Markus Schröder nur regelwidrig gestoppt werden. FOTO: Thorsten Lindekamp
Hamminkeln. Fußball: Der vermeintliche Außenseiter gewinnt das Spiel gegen Spitzenreiter GW Dingden mit 1:0. Von Timo Kiwitz

93 Minuten lang hatte Sascha Tünte im Tor des Hamminkelner SV in jeder brenzligen Situation die Ruhe bewahrt. Doch als Schiedsrichter Nils Handrup nach einem letzten, verunglückten Schussversuch von Dingdens Robin Volmering abpfiff, brach es aus dem Keeper heraus.

Wie von der Tarantel gestochen sprintete der 24-Jährige über das Spielfeld, um schließlich auf Knien der eigenen Auswechselbank entgegen zu rutschen. Tüntes Vorderleute jubelten ähnlich euphorisch, und auch auf den Rängen rissen die Anhänger des Gastgebers die Arme hoch.

Der hart erkämpfte 1:0 (0:0)-Sieg im Bezirksliga-Derby gegen die Blau-Weißen war den HSV-Fußballern und ihrem Anhang ganz offensichtlich eine große Genugtuung. Beim Spitzenreiter, der am zehnten Spieltag ausgerechnet gegen den Lokalrivalen die erste Saisonniederlage hinnehmen musste, konnten sie Enttäuschung dagegen nicht verhehlen.

Dirk Juch erwies sich nach dem Spielende aber als fairer Verlierer: "Hamminkeln hat sich das Glück des Tüchtigen heute verdient. Sie haben uns mit ihrer Spielweise den Schneid abgekauft", erklärte der Übungsleiter des Aufsteigers. Auf der anderen Seite war Hamminkelns Trainer Thorsten Albustin voll des Lobes für seine Schützlinge: "Wir waren heute sehr fleißig und haben das gut gemacht. Natürlich hatten wir am Ende auch das nötige Quäntchen Glück, aber gerade das hat uns ja auch schon einige Male gefehlt. So ist dann eben der Fußball."

Außenseiter Hamminkeln startete tief stehend, wurde im Verlauf der ersten Halbzeit, in der Dingden kaum etwas einfiel, aber immer mutiger und hatte durch Tom Wirtz kurz vor dem Pausepfiff auch noch zwei gute Möglichkeiten (43./45). Blau-Weiß Dingden kam stärker aus der Kabine und setzte die Hausherren in manchen Phasen mächtig unter Druck, ohne vorerst aber klare Gelegenheiten herauszuspielen.

Erst Volmering hätte die Gäste tatsächlich in Führung bringen können, doch sein Kopfball aus kurzer Distang strich knapp am langen Pfosten vorbei (73.). Glück für die Kicker aus Hamminkeln, die fast im Gegenzug zur überraschenden Führung kam.

Tom Wirtz vollendete aus dem Rückraum nach Flanke von Niklas Hollenberg (75.). Sowohl Schützen als auch Passgeber hatte Albustin kurz zuvor eingewechselt. Sowas nennt man dann ein glückliches Händchen.

Blau-Weiß Dingden reagierte mit wütenden Angriffen auf den ersten Rückstand der Spielzeit und drängte den Hamminkelner SV nun weit in die eigene Hälfte. Zweimal musste das Aluminium für den schon geschlagenen Sascha Tünte retten. Erst traf Niklas Egeling gegen seinen Ex-Club nur den Innenpfosten (79.), dann beförderte Kevin Juch das Spielgerät fast exakt an dieselbe Stelle (85.). Den Abpraller setzte Michael Leyking zwar in die Maschen, doch Dingdens Youngster stand in dieser Situation in einer Abseitsposition.

In der Nachspielzeit kam Leyking dann noch einmal in aussichtsreicher Position an den Ball, traf das Leder aber nicht richtig. Kurz darauf war Schluss und die HSV-Akteure skandierten "Derbysieger, Derbysieger".

Hamminkelner SV: Tünte - Hütten, Laub, Fachantidis, Bergendahl (63. Klump), Wirtz (54. Dera), Krause, Götz (65. Hollenberg), Paus, Storm, Klein-Hitpaß. BW Dingden: Liebrand; Holtkamp, Tulgay, Schröder (72. Schneiders), Leyking, Weirather, Juch, van der Heiden, Kamps (60. Volmering), Egeling, Ameling (60. Klein-Schmeink).

Quelle: RP
 
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