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Lokalsport
HSG muss gleich an ihre Grenze gehen

Lokalsport: HSG muss gleich an ihre Grenze gehen
Die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg - hier Fabian Hoffmann (am Ball) - startet mit personellen Problemen ins neue Jahr. FOTO: Pickartz
Niederrhein. Auf den Handball-Landesligisten wartet zu Beginn des neuen Jahres eine große Herausforderung. Das Team tritt beim TSV Bocholt an. Im Sommer steht die HSG vor einem Umbruch, da es einige beruflich bedingte Abgänge geben wird. Von Torsten Tenbörg

Die Weihnachtspause kam für Martin Weber durchaus ein wenig ungelegen. "Weil wir in den letzten Spielen davor richtig gut aufgetreten sind", sagt der Trainer der Handball-Spielgemeinschaft Haldern/Mehrhoog/Isselburg. Eine solche Leistung sollten die Spieler am besten auch am morgigen Sonntag abrufen, wenn um 17.30 Uhr das erste Spiel des Jahres in der Landesliga beim TSV Bocholt auf dem Programm steht. Dort müssen die Akteure der Vereinigten dann wohl auch gleich an ihre Leistungsgrenze gehen, um etwas Zählbares mitzunehmen. "Ich sehe uns als krassen Außenseiter", sagt Weber. Auch wenn die Bocholter aktuell nur auf dem fünften Platz in der Landesliga stehen, ist der HSG-Coach davon überzeugt, dass der morgige Gegner über eine "sehr, sehr große Qualität verfügt".

Martin Weber hat insbesondere vor den beiden Halbspielern des TSV, Thomas Grunden und Dominik Hertog, großen Respekt. Ein besonderes Augenmerk müsse seine Mannschaft zudem auf Michael Abbing legen. "Wenn er einmal den Ball hat, ist er nicht mehr zu verteidigen", sagt der HSG-Trainer, der darüber hinaus auch dem Bocholter Schlussmann, Fabian Weiß, Extra-Klasse attestiert. "Er ist für mich einer der besten Torhüter in der Liga."

Dass die Bocholter, die in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Verbandsliga knapp verpassten, im Moment nur eine Bilanz von sechs Siegen und fünf Niederlagen aufweisen, kommt für viele Kenner der Szene überraschend. Nichtsdestotrotz hängen für die Vereinigten in Bocholt die Trauben hoch. Doch der Fakt, dass die Begegnung gleichzeitig auch ein Lokalduell ist, bringt eine weitere Prise Brisanz mit sich. "Die Jungs sind heiß", sagt Martin Weber. Dies sei auch im Training deutlich zu erkennen gewesen.

Die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg trainierte in der kurzen Winterpause übrigens ganz normal. Allerdings hat sich die personelle Sitution seit dem letzten Bezirksliga-Spiel nicht unbedingt verbessert. Christian Blümel laboriert an einer Fußverletzung. Bei der Übungseinheit am Dienstag mussten Sven Buil und Mauryn Nehling zudem mit einem grippalen Infekt aussetzen. Bei den beiden Akteuren besteht aber noch Hoffnung auf einen Einsatz am Sonntag. Das ist bei Jannik Ising eher unwahrscheinlich, da seine Rückenprobleme zu schmerzhaft sind.

Die HSG-Verantwortlichen basteln derweil schon fleißig am Kader für die kommende Spielzeit. Auch wenn zurzeit noch nichts spruchreif ist, wird die Mannschaft in der Saison 2016/17 wohl ein anderes Gesicht erhalten. "Wir werden einige beruflich bedingte Abgänge haben", sagt Martin Weber, der derzeit mit Teammanager Uwe Buil auch potenzielle Neuzugänge anspricht.

In diesem Zusammenhang würde sich Weber wünschen, dass auch einige Handballer, die zuletzt in der Abteilung des VfB Rheingold Emmerich aktiv waren, den Weg zur HSG finden würden. "Es kann ja eigentlich nicht sein, dass es in Emmerich überhaupt keine Handballer mehr gibt", wundert sich der Trainer.

Quelle: RP
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