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Hülkenberg fährt Bestzeit in Barcelona

Lokalsport: Hülkenberg fährt Bestzeit in Barcelona
Nico Hülkenberg mit neuem Helm im neuen VJM09 des britisch-indischen Rennstalls Force India FOTO: James Moy/Force India
Emmerich/Barcelona. Formel 1: Nico Hülkenberg war am dritten Tag der Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya der mit Abstand schnellste Pilot. "Das war ein sehr guter Tag für mich", sagte der Emmericher, der 2016 zum ersten Mal aufs Treppchen rasen will. Von Joachim Schwenk

Nico Hülkenberg betont in diesen Tagen immer wieder, dass 2016 ein besonderes Jahr für ihn werden soll. Der 28 Jahre alte Emmericher möchte nicht nur so viele Punkte wie nie zuvor in der Fahrerwertung der Formel 1 sammeln. Der Force-India-Pilot will in der Königsklasse des Motorsports auch zum ersten Mal aufs Treppchen rasen. "Der erste Podestplatz ist überfällig. Er muss in diesem Jahr unbedingt her. Ich bin motivierter denn je."

Gestern ließ Nico Hülkenberg den Worten bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona erste Taten folgen. Der Emmericher war im neuen VJM09 des britisch-indischen Rennstalls klar der schnellste Fahrer auf der Strecke. Nachdem Ferrari-Pilot Sebastian Vettel an den ersten beiden Tagen die Bestzeiten erzielt hatte, setzte Nico Hülkenberg gestern die Marke in Barcelona. Der Force-India-Fahrer war in 1:23,11 Sekunden deutlich schneller unterwegs als der Franzose Romain Grosjean (1:25,874) vom neuen US-Team Haas, der auf Platz zwei kam. "Das war ein sehr guter Tag für mich. Wir haben das Limit heute aber vielleicht auch etwas mehr ausgereizt als die anderen Teams", sagte der 28-Jährige.

Nico Hülkenberg hatte erst am dritten Testtag die Gelegenheit, die ersten Runden im neuen Boliden von Force India zu drehen. Am Montag hatte Entwicklungsfahrer Alfonso Celis am Steuer gesessen. Der Mexikaner Sergio Perez war am Dienstag an der Reihe. Nachdem Force India im vergangenen Jahr in den ersten Rennen erhebliche Probleme gehabt hatte und erst ab Mitte der Saison richtig in Fahrt gekommen war, darf das Team zuversichtlich sein, diesmal besser zu starten. Nico Hülkenberg spulte gestern 99 Runden ohne größere Probleme ab. "Es ist wichtig, dass wir so früh schon so viele Runden fahren konnten. Tage wie dieser sind sehr anspornend. Ich habe viele gute Impressionen gesammelt. Wir haben einiges ausprobiert. Ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen", sagte er. Jetzt müsse noch etwas Finetuning gemacht werden. "Der Saisonstart in Melbourne ist nicht mehr weit entfernt. Doch es fühlt sich an, als ob wir gut im Zeitplan wären." Das erste von 21 Rennen der Saison findet am Sonntag, 20. März, im australischen Melbourne statt.

Die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission haben sich gestern auf die Einführung des sogenannten Halo-Systems (zu deutsch: Heiligenschein) als zusätzlichem Cockpit-Schutz ab der Saison 2017 geeinigt. Der Motorsport-Weltrat der FIA muss dem Plan am 4. März noch zustimmen. Das System soll die Piloten vor umherfliegenden Wrackteilen schützen. Zwei Streben werden dabei seitlich am Cockpit nach vorne geführt und in der Mitte von einer Hauptstrebe unterstützt. Nico Hülkenberg hat sich gegen die Einführung ausgesprochen. "Es gibt natürlich ein Sicherheitsargument, das ich auch sehe. Doch Formel-1-Autos sollten offen sein. Ein gewisses Risiko fährt immer mit", sagte der 28-Jährige.

Quelle: RP
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