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Lokalsport
Hülkenberg punktet in Mexiko

Emmerich. Der Emmericher erreicht den siebten Platz. Wird aus Force India 2016 Aston Martin? Von Joachim Schwenk

Nach zwei Ausfällen in Folge sah Nico Hülkenberg gestern Abend beim Großen Preis von Mexiko wieder die Zielflagge. Er erreichte auf dem neuen Kurs, der unter anderem durch ein Baseball-Stadion führte, den siebten Rang. Der Emmericher war vom zehnten Platz aus gestartet und schob sich dann nach seinem ersten Reifenwechsel weiter nach vorne. Nach einer Safety-Car-Phase im letzten Drittel des Rennens versuchte der 28-Jährige noch, mit frischen Reifen den vor ihm liegenden Felipe Massa im Williams zu attackieren. Das gelang nicht. Doch der Force-India-Pilot gewann wenigstens wieder einmal das teaminterne Duell gegen Lokalmatador Sergio Perez, der Achter wurde.

Nico Hülkenberg genoss die große PS-Fiesta, die es am Wochenende gab, als die Formel 1 nach 23 Jahren nach Mexiko zurückkehrte. "Das war Gänsehaut-Feeling pur. Die Liebe zum Motorsport kommt hier von Herzen. Jeder merkt das. Die Formel 1 gehört hierher", sagte er. Der Emmericher hatte auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez so etwas wie ein Heimspiel. Und das nicht nur, weil sein Teamkollege Sergio Perez ein Mexikaner ist. Force India hat auch mexikanische Sponsoren. Hülkenberg war deshalb in diesem Jahr schon einige Male in Nordamerika. "Die Mexikaner haben mich adoptiert", sagte der 28-Jährige.

Er war mit seinem Ergebnis im Qualifying, in dem er hinter Perez auf den zehnten Platz fuhr, nicht zufrieden gewesen. Er hatte Probleme mit der Balance und dem Grip. "Ich war nicht so glücklich mit dem Wagen", sagte Hülkenberg. Für Gesprächsstoff sorgte zudem ein etwas rauerer Tonwechsel über Teamfunk zwischen dem Emmericher und Renningenieur Brad Joyce, in dessen Verlauf Joyce "Shut up" (sei still) zu Hülkenberg sagte. "Ich weiß selbst nicht, was da los war. Es gab ein Missverständnis", sagte der Fahrer.

Gut möglich, dass Nico Hülkenberg im kommenden Jahr seine Runden in anderen Farben drehen wird. Aus Force India, das zu Beginn dieser Saison finanzielle Probleme hatte, könnte Aston Martin werden. Das berichtet das Fachmagazin Autosport. Offenbar strebt Hülkenbergs Team eine Kooperation mit dem britischen Sportwagenhersteller an und würde nach Abschluss der Gespräche in neuen Farben (blau und gold) fahren.

"Nichts ist entschieden, solange nichts unterschrieben ist. Wenn morgen jemand kommt und mir gutes Geld für ein Titelsponsoring anbietet, dann wäre ich bereit, den Teamnamen zu ändern", sagte Force-India-Besitzer Vijay Mallya. Die Verhandlungen sollen mittlerweile weit fortgeschritten sein, nachdem es im Juli in Silverstone ein erstes Kennenlernen gegeben hatte.

Quelle: RP
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