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Lokalsport
Im letzten Heimspiel drei Punkte holen

Niederrhein. Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel-Niedermörmter erwartet den SV Schonnebeck. In der ersten Serie gab es in Essen eine völlig unnötige Niederlage. Daher ist am Sonntag Revanche angesagt. Von Hans-Gerd Schouten

Als Schönwetterspieler bezeichnete der damals zornige "Schorsch" Mewes, Trainer des Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter, seine Schützlinge nach der 1:2-Niederlage beim SV Schonnebeck, die durchaus vermeidbar gewesen wäre. Denis Dluhosch brachte die Hausherren schnell in Führung, Andre Trienenjost sorgte für den Ausgleich, doch dann war Berkay Öz zur Stelle und besiegelte die Hö.-Nie.-Schlappe. Am morgigen Sonntag, Anstoß ist um 15 Uhr, wollen die Schwarz-Gelben nun Revanche nehmen für das Negativerlebnis in der Hinrunde.

In der letzten Woche war Mewes zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, jedoch nicht mit dem Ergebnis. Mit 1:3 verloren die Mannen vom "bebenden Acker" in der Krefelder Grotenburg gegen den KFC Uerdingen, waren aber über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner. Die mangelnde Chancenverwertung war die Hauptursache für das negative Resultat, das den SV Hö.-Nie. aber nicht sonderlich belastet, da der Klassenerhalt inzwischen gesichert ist. Der Coach hat aber noch ehrgeizige Ziele: "Ich will beide Spiele noch gewinnen und mich somit positiv aus Hönnepel verabschieden". Mewes wechselt nach sechseinhalbjähriger Tätigkeit bekanntlich zum Ligakonkurrenten TV Jahn Hiesfeld nach Dinslaken.

Georg Mewes ist froh, dass sich seine Schützlinge vorzeitig vor dem drohenden Abstieg gerettet haben. Die Anspannung sei in den vergangenen Wochen groß gewesen, doch habe man letztlich souverän die weitere Oberligazugehörigkeit gesichert. "Das haben die Jungs gut gemacht", spart Mewes nicht mit Lob für seine Mannschaft, die mit der Nervenbelastung gut klargekommen sei, "wir haben lange Zeit auf einem Abstiegsplatz gestanden, uns dann aus der kritischen Lage aber gut befreien können. Ich bin stolz auf die Mannschaft, zumal man bedenken muss, dass wir einen sehr dünn besetzten Kader hatten."

Der morgige Gast aus dem Essener Norden mischte in der Hinrunde in oberen Tabellenregionen mit und blieb lange Zeit dem Wuppertaler SV auf den Fersen. In der zweiten Saisonhälfte lief dann aber nicht mehr viel bei den Mannen von Trainer Dirk Tönnies. Nur magere 13 Punkte konnte man auf dem Konto verbuchen, dennoch belegt das Team noch einen bemerkenswerten fünften Tabellenplatz, mit dem man auch die Saison beenden möchte. Daher geht "Schorsch" Mewes davon aus, dass sich der Gegner an der Rheinstraße noch einmal mächtig ins Zeug legen wird: "Wir dürfen auch am Saisonende keine Geschenke erwarten."

Für Mewes ist es das letzte Heimspiel. Vor der Partie werden er und die scheidenden Spieler gebührend verabschiedet. "Da ist schon etwas Wehmut mit im Spiel", weiß er, dass es nicht so einfach ist, nach einer so langen Zeit Abschied zu nehmen, "es war eine schöne Zeit, an die ich mich immer gerne erinnern werde."

Mewes erwartet einen kampfstarken Gegner und ist sich sicher, dass dieser seinen Mannen alles abverlangen wird. Die Heimelf muss auf Mittelfeldstratege Tim Seidel verzichten, der wegen eines in Uerdingen erlittenen Muskelfaserrisses in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Dominik Borutzki plagt eine Bronchitis, er konnte an der gestrigen Trainingseinheit nicht teilnehmen. Sein Einsatz ist somit fraglich. Mewes hofft, dass die zuletzt fehlenden Markus Heppke und Daniel Boldt wieder zur Verfügung stehen. Benjamin Schüssler hat seinen Urlaub beendet und ist wieder an Bord.

"Wir werden alles raushauen, um die drei Punkte zu Hause zu behalten", erwartet Mewes seine bestens motivierte Mannschaft, "wir wollen unseren Zuschauern noch ein erfolgreiches letztes Heimspiel zeigen."

Quelle: RP
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