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Fußball
Rheingold: Alarmstufe eins

Der VfB Rheingold Emmerich schwebt in der Fußball-Bezirksliga in akuter Abstiegsgefahr. Eine Niederlage im heutigen Nachholspiel bei Olympia Bocholt könnte für Trainer Marco Schacht das vorzeitige Aus bedeuten. Von Volker Himmelberg

Zwei desolate Vorstellungen in den Derbys gegen Blau-Weiß Bienen und beim RSV Praest, nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – beim Fußball-Bezirksligisten VfB Rheingold Emmerich schrillen die Alarmglocken. Es spricht momentan einiges dafür, dass der Vorstand des Traditionsvereins die Reißleine zieht, falls die Mannschaft auch noch das Nachholspiel beim Tabellenletzten Olympia Bocholt verlieren sollte, das heute Abend um 19.30 auf dem Aschenplatz am Hünting angepfiffen wird.

Wahrscheinlich käme dann das vorzeitige Aus für Trainer Marco Schacht, dessen Vertrag ohnehin zum Saisonende ausläuft. Jedenfalls muss irgendetwas passieren, wenn die Schwarz-Weißen den drohenden Absturz in die Kreisliga A verhindern möchten. Denn momentan präsentiert sich die Mannschaft in der Form eines Absteigers. Torgefährlich – dieses Adjektiv können die Rheingold-Anhänger momentan getrost aus ihrem Wortschatz streichen. "Wir haben im neuen Jahr 180 Minuten gespielt. Und uns eine Torchance erarbeitet", gibt Schacht zu. Und die Abwehr leistet sich in schöner Regelmäßigkeit Aussetzer, die von den Gegnern konsequent bestraft werden. Besserung ist nicht in Sicht.

"Jetzt sind echte Kerle gefordert"

Vermeintliche Leistungsträger wie Marco Windt und Inan Güden sind von ihrer Bestform meilenweit entfernt. Marco Köster, René Eulink, Christian Kroesen und Benjamin van Niersen sind gar nicht erst dabei, wenn heute Abend ein vielleicht schon vorentscheidendes Spiel im Kampf um den Klassenerhalt stattfindet. Das Quartett kehrt erst am Samstag aus dem Ski-Urlaub in Frankreich zurück. Marco Schacht ist erfahren genug, um die Bedeutung der Partie richtig einschätzen zu können. "Ich erwarte ein Schweinespiel. Da sind in erster Linie echte Kerle auf dem Platz gefordert, die Fußball zunächst als Maloche betrachten. Die Zeit der Schönspielerei muss endgültig der Vergangenheit angehören", fordert der Coach.

Der Gegner aus Bocholt, der in der Winterpause fast schon abgeschlagen am Tabellenende stand, ist mit zwei Unentschieden ins neue Jahr gestartet. Dem fast schon sensationellen 1:1 gegen den ungeschlagenen Tabellenführer RSV Praest folgte am Sonntag ein 0:0 beim BV / DJK Kellen – Resultate, die rund um den Hünting für neue Hoffnung gesorgt haben. Entsprechend zuversichtlich äußerte sich der neue Olympia-Trainer Dirk Juch vor dem heutigen Kellerduell: "Gegen den VfB Rheingold müssen wir unbedingt einen Dreier nachlegen."

Quelle: RP
 
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