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Lokalsport
Rotarier stürzen sich in die Schlammschlacht

Lokalsport: Rotarier stürzen sich in die Schlammschlacht
Rein in den Schlamm: Wer beim Mud Masters sauber ins Ziel kam, der hatte etwas falsch gemacht. FOTO: Seybert Gerhard
Niederrhein. Auf dem Gelände des Flughafens fanden die Mud Masters statt. Die Rotarier Emmerich-Kleve waren mit 48 Aktiven dabei. Von A. Klatt und S. Latzel

Am Tag danach ist Janka Groetschel einfach nur platt, aber glücklich. "Es war super, ich kann mir gut vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder mitzulaufen", sagt die Präsidentin des RC Emmerich-Rees. 48 Aktive gingen für die Rotarier an den Start, alle kamen ins Ziel, einige allerdings mit kleineren Blessuren. Ein Sportler klagte über eine geprellte Rippe, ein anderer über eine Bänderdehnung.

Edmund Verbeet war mit 65 Jahren der älteste Teilnehmer der Rotarier. Auch er war vom Lauf begeistert für den die Sportler im Flexxpoint trainiert hatten. Das Reeser Fitnessstudio hatte drei Trainingseinheiten gestiftet. Und offenbar waren die Rotarier gut in Form gebracht worden. Denn viele wollen im nächsten Jahr wieder an den Start gehen. Die Aktion nutzten die Rotarier um auf das Projekt "Paul" aufmerksam zu machen. Paul ist die Abkürzung für "Portable Aqua Unit for Livesaving". Dabei handelt es sich um einen von der Universität Kassel entwickelten tragbaren Wassermembranfilter, der in Not- und Katastrophensituationen einfach und ohne weitere Hilfsmittel eingesetzt werden kann. "Unser Ziel ist es, durch dieses Projekt möglichst viel Geld zu generieren, das wir für die Anschaffung mehrerer Pauls einsetzen können, die wir dann mit Hilfe der Humanity Care Stiftung aus Münster ins Ausland verschicken werden", sagt Janka Groetschel.

Bei Mud Masters am Airport gingen mehr als 15.000 Sportler an den Start. Auf sie wartete ein Hindernislauf, der neben einer guten Kondition vor allem Teamgeist forderte. Im Gelände mussten bis zu 67, teils schwere Hindernisse überwunden werden. Eine Schlammrutsche, eine meterhohe Holzwand oder Monkey Bars - horizontale Leitern, an denen die Sportler sich nur mit der Kraft des Oberkörpers entlanghangeln mussten.

"Wer sauber ins Ziel kommt, hat irgendwas falsch gemacht", sagte Corine Konings, Mitarbeiterin der mitorganisierenden PR-Agentur mediamixx, mit Blick auf die matschige Strecke mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich kam niemand sauber, aber alle glücklich ins Ziel. Damit der Spaß für jeden gewährleistet war, gaben die Organisatoren den Teilnehmern im Vorfeld eine Fülle von Ratschlägen an die Hand. Ganz oben stand der Tipp, keine Baumwolle zu tragen, da diese zu langsam trocknet und bei Nässe zu schwer wird. Schaute man sich also im gut gelaunten Getümmel vor dem Startfeld um, sah man statt Baumwolle bunte Sportoutfits, lustige Kostüme - und jede Menge Batmans und Supermans in Turnschuhen. Als Superheld den Schlamm zu besiegen, stand demnach hoch im Kurs. Ganz klar: Spaß und Dabeisein stehen im Vordergrund.

Quelle: RP
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