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Lokalsport
RSV bezahlt beim Tabellenführer Lehrgeld

Praest. Bezirksligist RSV Praest verliert bei SF Königshardt mit 1:6. Kock: "Wir haben uns zu wenig gewehrt."

Aus Praester Sicht gab es gestern nur eine positive Szene. Das war ein direkt verwandelter Freistoß von Juri Wolff in der 67. Minute zum zwischenzeitlichen 1:3. Ansonsten sahen die Zuschauer im gestrigen Spiel des Fußball-Bezirksligisten RSV Praest beim Spitzenreiter Sportfreunde 1930 Königshardt einen Klassenunterschied, obwohl der ambitionierte Gastgeber auf gleich sieben gesperrte und verletzte Akteure verzichten musste. "Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen", stellte RSV-Vorsitzender Michael Kühn nach der zweiten Saisonniederlage fest, die mit 1:6 (0:2) am Ende sehr deutlich ausgefallen war.

Der Gastgeber stürzte die Praester Defensive immer wieder in große Verlegenheiten. In der 18. Minute sah Marvin Schwarz nicht gut aus, als er schlecht stand und von Daniele Kowalski überlaufen wurde. Den Rückpass verwandelte Ivica Karabaic zum 1:0. Vier Minuten später fast eine Kopie des ersten Treffers. Wieder war Kowalski schneller als Schwarz, doch seine Hereingabe schoss Karabaic über das Gehäuse. Anschließend verhinderten RSV-Keeper Dennis Döring (37.) und Marcel Wolters den zweiten Gegentreffer. In der 40. Minute sollte es dann aber doch zum zweiten Mal im Praester Gehäuse klingeln, als Kowalski traf.

Entlastung durch Praester Angriffe gab es praktisch nicht. Alle RSV-Offensivspieler wurden konsequent eng gedeckt, dahinter sicherte Richard Zander fast als klassischer Ausputzer ab.

Auch nach der Pause änderte sich nichts. Der RSV präsentierte sich in der Vorwärtsbewegung weiterhin harmlos, auf der anderen Seite deckte der Gastgeber immer wieder die Schwächen der Praester auf. Er kam nach 62 Minuten zum 3:0, als Juri Wolff eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor bugsierte. Der RSV-Kapitän sorgte fünf Minuten später für den Ehrentreffer, als er einen Freistoß aus 25 Metern verwandelte.

Allerdings hatte man in der Folge weiterhin nicht das Gefühl, die Gäste könnten eventuell noch für eine Wende sorgen. Im Gegenteil. Dem Spitzenreiter wurde das Toreschießen nun immer einfacher gemacht. So hatte Daniele Kowalski keine Mühe, in der 72. und 77. Minute das 4:1 und 5:1 nachzulegen. 120 Sekunden später gab es noch eine RSV-Chance aus dem Spiel heraus, doch Dennis Thyssen verzog. Den Schlusspunkt zum 6:1 setzte der Spitzenreiter in der 87. Minute durch Marc Janßen. "Das war ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für Königshardt. Wir waren überhaupt nicht präsent und haben uns viel zu wenig gewehrt", stellte Roland Kock fest.

RSV Praest: Döring - Schwarz, Wolff, Schulz, Elders, Wolters, Ising, Akpinar (66. Brömmel), Müller, Hülsmann (60. Dienberg), Thyssen.,

(misch)
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