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Lokalsport
Sportplatz Bislich: Politik und Verein neu im Gespräch

Wesel. Ins Thema neuer Sportplatz für den SV Bislich scheint wieder Bewegung zu kommen. Nach RP-Informationen traf sich der Vorstand des SV Bislich gestern Abend mit den Fraktionsvorsitzenden Jürgen Linz (CDU) und Ludger Hovest (SPD) im Rathaus, um auszuloten, wie der Ball beim Projekt wieder ins Rollen gebracht werden kann. Wesels Sportdezernent Daniel Kunstleben war als Zuhörer bei dem Gespräch dabei.

Die Politik hatte in der letzten Ratssitzung im Jahr 2015 die Pläne für die 1,145 Millionen Euro teure neue Sportanlage am Feldwicker Weg auf Eis gelegt. Sie beauftragte die Verwaltung, von der Vereinbarung mit dem SV Bislich zurückzutreten. Hintergrund: Der Verein konnte keinen Bürgen stellen, der in die Bresche springt, wenn der SV Bislich nicht die vereinbarten 200.000 Euro Eigenleistung bei den Arbeiten für Kunstrasenplatz und Clubheim stemmen kann.

Die Stadt sieht einen Bürgen als unbedingte Erfüllung für die Vertragserfüllung an. Rechtsanwalt Dirk Giesen, der den SV Bislich berät, hatte erklärt, dass der Vertrag "im Gegensatz zur Einschätzung von Verwaltung und Politik alles andere als wasserdicht" sei. Deshalb drohte der Verein, die Stadt zu verklagen. Jetzt wird noch einmal versucht, die vom Verein seit Jahrzehnten gewünschte neue Anlage nicht ins Abseits zu stellen. Zumal die Trainingsbedingungen für die Kicker derzeit nicht gut sind.

(josch)
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